Bernhard Barta: Sissis Gift
Ein Salzkammergut-Krimi

verfasst am 30.08.2015 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Barta, Bernhard, Kriminalromane

Und wieder ermittelt der gemütliche Kommissar Gustl Brander in Gmunden und Bad Ischl. Direkt vor seinem Bürofenster, ausgerechnet beim sogenannten Liebesplatzerl (tlws. auch Glücksplatzerl genannt) am Traunsee, verhakt sich seine Angelschnur an einer Leiche. Sofort scheint klar zu sein dass es sich um die berühmte Schlager-Sissi handelt. Doch es kommt zu einigen Verwechslungen und Verwirrungen.

Diesmal steht ihm die Frau Oberst Karl vom Sonderkommando aus Linz zur Seite. Besser gesagt sie leitet die Ermittlungen und stellt Brandners Geduld mit ihrer forschen Art stark auf die Probe.

Zu allem Unheil hat er auch noch Ärger mit seiner Haushälterin, die ihn kurzerhand auf Diät setzt. Dies trägt nicht gerade zur Besserung von Gustls Laune bei.

Die Ermittlungen gestalten sich diesmal leider etwas einfallslos und langatmig und es kommt keine rechte Spannung auf. Die oblogatorische Stammtischrunde ist auch keine rechte Hilfe. Und es entsteht der Eindruck dass sich alles eher zufällig auflöst.

Es gibt einige neue Charaktere, leider alle nicht sehr detailliert beschrieben, so dass es wieder schwierig ist sich zu merken wer WER ist und in welchem Zusammenhang die Personen stehen. Kommissar Brandner wirkt tollpatschig und urig, wenngleich auch oft etwas ungehalten gegenüber seinem Kollegen dem Birngruber.

Seine Nase, im 2.Teil (Sissis Gold) wichtiges Ermittlungs-Organ, spielt diesmal überhaupt keine Rolle und das finde ich Schade, es wäre eine originelle Besonderheit von Kommissar Brandner, wenn sich das durchziehen würde wie ein roter Faden.

Das Ende ist unvorhersehbar und nicht wirklich nachvollziehbar. Ein richtiger Hollywood-Showdown der die Salzkammergut – Atmosphäre regelrecht zerstört. Nachdem Brandner vom Täter entführt und beinahe ermordet wird, kommen ihm seine Kollegen zu Hilfe und man erfährt leider nicht wie diese überhaupt wussten wo er sich befindet. Leider etwas undurchschaubar.



Einen Kommentar hinterlassen

* erforderlich. Beachten Sie bitte die Datenschutzerklärung


Top