Jörg Juretzka: Prickel
Ruhrpott-City-Blues: Kristof Kryszinskis erster Fall

verfasst am 16.09.2013 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Juretzka, Jörg, Kriminalromane

PrickelDetektiv Kristof Kryszinski, Ex-Junkie und Ex-Häftling, ist ziemlich frech im Umgang mit jedem Menschen – egal welcher Gesellschaftsschicht angehörig. Pleite, wie immer, ist er auf der Suche nach einem Auftrag! Und dieser Auftrag findet ihn schneller als ihm lieb ist! Seine Drogen- und Hafterfahrungen sind in der Aufklärung eines Mordfalles – egal wie schräg und skurril seine Methoden auch sind – durchaus von Vorteil und bald kann er die Ermordung einer jungen Frau aufklären!

Prickel erwacht mit einem blutigen Messer in der Wohnung einer Frau. Nina, deren Wohnung zudem abgebrannt ist, wurde abgestochen. Gleichzeitig ist Prickels Freund Det spurlos verschwunden. So wird der nicht ganz schlaue Prickel als „Schlächter von Bottop“ in die Psychiatrie eingeliefert.

Hier kommt Kryszinki ins Spiel. Die Anwältin des geistig krank eingestuften Prickel, Veronika von Laar, will Entlastungsmaterial für ihren Schützling finden. Dass die schöne Advokatin den Kristof für diesen Auftrag auserkoren hat, ehrt ihn und rettet ihn gleichzeitig. Kryszinki, ständig verkatert und finanziell stets aus dem letzten Loch pfeifend, nimmt diesen Auftrag an. Dass Prickel ein grausamer Mörder sein soll, passt nicht in dessen Persönlichkeit. Für eine solche Tat braucht es eine Härte, die der etwas verlangsamt agierende Mann so gar nicht intus hat.

Und wie sein getuntes altes Auto nimmt der Krimi schön langsam Fahrt auf.

Insgesamt scheint sich die  „Langsamkeit“ gut getarnt quer durch das Buch einzuschleichen. Nicht nur Prickel, der nicht gerade schnell denken kann, auch Kriszynski ist geistig nicht immer ganz auf der Höhe.

Und der Autor selbst braucht auch ganz schön viele Seite, um sich schön langsam „warm schreiben“.

„Prickel“ – ist eigentlich der erste Roman des Schriftstellers! Zuvor hab ich andere Romane von ihm gelesen, die haben mir eindeutig besser gefallen. Trotzdem sehr lesenswert, vor allem für jene LeserInnen, die bissigen und schwarzen Humor lieben!


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