Jörg Juretzka: Der Willy ist weg

verfasst am 14.12.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Juretzka, Jörg, Kriminalromane

Kristof Kryszinski ist Privatdetektiv, Ex-Knasti, Biker und Freund der Rockergang Stormfuckers. Sie alle leben bei Willy, dem Erben und Besitzer einer Nobelvilla. Willy ist bekennender Dagmar Berghoff-Verehrer, der er wöchentlich Briefe schreibt. Während sich Kristof gedanklich und real schon auf seinen neuen Job konzentriert – er soll eine entführte junge Drogensüchtige aus dem Amsterdamer Rotlichtviertel nach Deutschland zurückzubringen – ist daheim in Mülheim plötzlich die Hölle los. Der Willy ist weg!

Kristof stolpert von einem Fall in den nächsten.

Der Detektiv weiß es wie es ist, wenn die Angst, von der Droge getrennt zu werden so groß wird, dass keine anderen Ängste mehr Platz haben. Er wurde im Knast entwöhnt, und ist seither clean. Doch er ahnt wie, schwierig es sein wird, das Mädchen zu überzeugen, nachhause zu kommen. Genauso kommt es auch…

Gleichzeitig soll Schnüffler Kristof Herrn Knauff, Projektleiter eines neuen Lokals der großen amerikanischen Fast-Food-Kette McDagoberts davor bewahren, dass die Fertigstellung des Gebäudes ständig Anschlägen der Verwüstung ausgesetzt ist (vor allem dieser bescheuerte Clown mit dem Kinderfickergrinsen […]  S 56).

Und dann der Willy!! Er taucht nicht mehr auf. Bei den Stormfuckers geht ein Erpresserschreiben ein, in dem eine ziemlich hohe Summe an Lösegeld gefordert wird. Als Draufgabe gibt es dann auch noch einen amputierten Finger von Willy per Post.
Damit stehen die Zeichen auf Sturm!

Waren es die rechtsradikalen Eierköpfe? Es gibt Gerüchte über einen geplanten Racheakt an den Stormfuckers. Oder steckt gar die Mafia dahinter?

Kristof versucht einen Fall nach dem anderen zu lösen und greift dabei auf die Hilfe seiner Gang zurück. Leider sind sie, allen voran Kristofs Freund Scuzzi, der mehr zugedröhnt als helle ist, keine große Hilfe. Die Ermittlungen gleichen einer Achterbahn und es klappt dann doch!
Irgendwie :o)

Der Autor schreibt so unverschämt und witzig, wären nicht die Ohren, hätte mein Grinsen keine natürliche Hürde mehr. Ich bin davon überzeugt, dass diese absolut skurrile Geschichte, voll mit Klischees über Machos,  Motorradhelden, herrlich kaputte Typen, nicht jedem/jeder LeserIn gefällt. Sehr sehr schräg! Ich mag mehr davon!!


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