Rita Falk: Grießnockerlaffäre
Ein Provinzkrimi

verfasst am 04.01.2013 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Falk, Rita, Kriminalromane

GrießnockerlaffäreKommissar Franz Eberhofer soll seinen Chef Barschl ermordet haben. Immerhin ist die Tatwaffe sein Hirschfänger. Damit wurde auf Stopfers Hochzeit, einem Arbeitskollegen, von allen Gästen die zähe Schweinsbratenkruste geschnitten. Mit dem herkömmlichen  Wirthausbesteck war dies nicht zu bewerkstelligen. Franz war die letzte Person, die mit Barschl gesehen wurde. So muss er rasch handeln und den Mörder ausfindig machen, immerhin geht es um sein eigenes Leben und seinen Ruf.

Barschl – von vielen KollegInnen auch manchmal Arschl genannt – war ein Kollegenschwein. Nach den Hochzeitfeierlichkeiten beobachtet Eberhofer seinen Vorgesetzten, wie er seine Kollegen vor dem Gasthaus abpasst und diese aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums abstraft. Da reicht es dem sonst sehr gutmütigen Kommissar und er verpasst dem Barschl eine Abreibung in Form einer gewaltigen Ohrfeige. Dass dieser dann mit durchschnittener Kehle aufgefunden wird, damit hat Eberhofer allerdings nichts zu tun. Aber er war der Letzte, mit dem Barschl gesehen wurde.

Richter Moratschek hält schützend die Hand über Franz und bewahrt ihn so vor der Untersuchungshaft. Eberhofer muss die Tat aufklären, sonst geht es ihm selbst an den Kragen. Und die Zeit läuft…

Der Witwe Barschl ist es egal, wer ihren Mann auf dem Gewissen hat, Hauptsache er ist weg. Bei der Befragung erklärt diese ihm, dass der Tote, der ehemalige Dienststellenleiter der Landshuter Polizei, nicht ganz „normal“ gewesen sei. Zuhause hätte er gern pompöse Frauenkleider getragen.

Mit seinen eigenwilligen Ermittlungsmethoden gelingt es aber Eberhofer, den Mörder zu finden.

Rund um die Aufklärung des Mordes rankt sich eine skurrile Familiengeschichte im idyllischen Bayern. Oma trifft ihre Jugendliebe wieder und erlebt den zweiten Frühling, Eberhofers kiffender Vater hört gern Beatles, Bruder Ludwig, der Schleimer, bringt den Franz fast um den Verstand, wäre da nicht seine Nichte Sushi…

Leichte Unterhaltung, schnell gelesen, aber kein großer Wurf! 


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