Fforde, Jasper: Der Fall Jane Eyre

verfasst am 25.04.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Fantasy, Fforde, Jasper, Humor

Auf den ersten Blick sieht es hier aus wie bei uns: England, London, das Jahr 1985. So weit, so vertraut. Dann aber erkennt man: da stimmt was nicht, ganz und gar nicht, das ist hier überhaupt nicht wie bei uns.

Thursday Next lebt im Jahr 1985, in England, aber in einer Welt, die (fast) gar nichts mit unserer gemeinsam hat. Ok, die Nazis gab es hier auch, aber dass sich England seit 130 Jahren mit dem zaristischen Russland auf der Krim bekriegt? Und dann gibt es da auch noch die SpecOps, den Geheimdienst für alle möglichen Fälle – und auch alle unmöglichen (Logisch, dass da auch eine Abteilung zur Bekämpfung von Werwölfen und Vampieren dabei ist).

Geflogen wird mit Luftschiffen, dafür gibt es aber auch Agenten, die sich in der Zeit bewegen können. Pizza kann man sich per Fax schicken lassen und es gibt einen Bleistift mit eingebauter Rechtschreibprüfung.  Nur ein paar Beispiele für die phantastische Welt,  in die man da beim Lesen eintaucht.

Doch zurück zu Thursday Next: die arbeitet bei SpecOps in der Abteilung für Literatur-Fälschung, – Diebstahl und ähnliches. Denn Literatur hat hier einen so hohen Stellenwert, dass es sogar einen Geheimdienst gibt, um sie zu schützen. Wie schnell kann da ein Original-Manuskript entführt werden, werden Lösegeld-Forderungen gestellt, muss Thursdays Abteilung eingreifen.

Für Thursday ändert sich (fast) alles, als sie für einen Spezialauftrag für eine Spezialabteilung der SpecOps angeworben wird. Ziel ist Acheron Hades, der Ober-Bösewicht in dieser Welt und Thurday ist eine der wenigen, die ihn wieder-erkennen kann, denn nicht allzu viele Menschen haben eine Begegnung mit diesem Schurken überlebt. Die Aktion geht dann aber wirklich vollkommen in die Hose, Hades entkommt, wie bisher immer, Thursday überlebt es diesmal nur mit Mühe und die anderen Agenten, die dabei waren, sind tot.

Ach ja – das wird jetzt wichtig: Thursdays Papi ist bei der ChronoGarde in Ungnade gefallen und muss sich immer irgendwo in der Zeit verstecken. Das ist manchmal etwas verwirrend (wo und wann ist er denn gerade?), aber bei dem was jetzt folgt, wird es zur großen Hilfe für Thursday.

Die hatte nämlich nach all den schlimmen Geschehnissen rund um Acheron Hades – und nachdem sie von sich selbst eine Nachricht au der Zukunft erhalten hatte – beschlossen zurück nach Swindon zu gehen. Denn dort, in  ihrer Heimatstadt will sie die Spur des untergetauchten Verbrechers aufnehmen und ihn endlich zur Strecke bringen! Keine leichte Aufgabe, so durch Raum und Zeit und gegen den Über-Supergangster, der alle Trümpfe in der Hand hält. Darunter auch den Trumpf Jane Eyre ….

Fantasy, Humor, Action, Krimi, Science Fiction – da ist alles dabei und es macht rundherum Spaß! Fforde zimmert aus allen möglichen Bausteinen, die in unserer wirklichen Welt herum lagen und liegen, eine ganz eigene Realität zusammen, bessert da etwas aus, schnitzt dort etwas dazu, erfindet etwas und lässt anderes weg und heraus kommt eine grandiose neue Welt zwischen Realität und … ja was eigentlich? Sicher ist: „Der Fall Jane Eyre“ war nur das erste Buch der Reihe mit der Agentin Thursday Next und seit 2001 folgten einige mehr.

PS: offen bleibt die Frage, was denn in diesem 13. Kapitel steht? Immerhin findet man es samt Titel im Inhaltsverzeichnis, doch sobald man zur angegebenen Seite im Buch blättert ist es … verschwunden.  Äußerst mysteriös – aber vielleicht taucht es irgendwann/-wo ja wieder auf!

PPS: Danke an Annette für den Tip!


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