Bronté, Charlotte: Jane Eyre

verfasst am 16.06.2009 von | 1 Kommentar
Rubriken: Bronté, Charlotte, Romane

100 Mal gelesen – immer wieder schön. Klar, die Sprache ist schwer gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich auf Brontés Roman einlässt, wird man in eine andere Zeit entführt. Zudem ist die Hauptperson, so viktorianisch überspannt sie auch dargestellt ist, einfach liebenswert.

Die Story ist wohlbekannt: Die Waise Jane Eyre kommt als junge Lehrerin auf den Landsitz von Edward Rochester. Sie soll ein Kind, Adele, unterrichten. Dieses Kind ist – möglicherweise – die Tochter Rochesters. Genau lässt sich das nicht aufklären. Rochester verliebt sich in Jane Eyre und bittet sie um ihre Hand.

Doch kurz (und ich meine wirklich kurz – praktisch vor dem Traualtar) stellt sich heraus, der gute Mann ist bereits verheiratet – mit einer Wahnsinnigen, eingesperrt im Dachstuhl von Rochester Hall.

Für unsere sittenstrenge Jane Eyre ein Grund, die Liebe ihres Lebens zu verlassen, mutterseelenallein, ohne Geld und Besitz. Wie es der Zufall will, findet sie Aufnahme bei einem Pfarrer und seinen Schwestern – und sie arbeitet wieder als Lehrerin. Eine unerwartete Erbschaft schließlich macht sie zu einer wohlhabenden Frau.

Aber das ist natürlich nicht die ganze Geschichte – bis zum Happy End – soviel sei verraten – dauert es noch eine Weile.

Charlotte Brontés Jane Eyre ist ein wunderbares viktorianisches Sittengemälde, und umso interessanter, wenn man bedenkt, dass die Autorin ihr Leben lang im väterlichen Hause wohnte und niemals heiratete.



RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag 1 Kommentar


  • Kommentar von  Literaturforum am 15.02.2010 um 22:32 Uhr Uhr

    Ich suche einen anderen Roman von Charlotte Bronte, namens „Shirley“. Kennt den jemand?

Einen Kommentar hinterlassen

* erforderlich. Beachten Sie bitte die Datenschutzerklärung


Top