Buchbesprechung/Rezension:

Agatha Christie: Das Geheimnis der Goldmine
Ein Fall für Miss Marple (6)


verfasst am 29.08.2022 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Christie, Agatha, Kriminalromane
LiteraturBlog Bewertung:

Die Familie Fortescue bewohnt den Landsitz Yewtree Lodge – „Zur Eibe“ in der Ortschaft Baydon Heath. Zwei Namen, die beide besser klingen, als sie sind. Fortescu ist mitnichten ein alter englischer Name einer alten englischen Familie, sondern wurde vom Familienoberhaupt einst selbst gewählt. Denn dessen Name war Fortescu, so wie eben viele im Osten Europas heißen.

Und dann die verhängnisvolle Nähe zu einer Eibe: Rex Fortescue wird mit dem Taxin, dem Gift der Eibe ermordet.

Inspektor Neele ist schnell überzeugt, dass alles im Landhaus zusammenläuft. Dort wohnen Rex und seine Ehefrau Adele, die Mutter von Rex‘ verstorbener Ehefrau Elvira, sein Sohn Percival samt Ehefrau Jennifer und seine Tochter Elaine aus eben jener ersten Ehe. Dazu Hausangestellte und der bislang verstoßene Sohn Lancelot ist mit seiner Ehefrau Pat ebenfalls auf dem Weg von Afrika zurück nach England, zufällig gerade als der Mord geschieht.

Neele hat genügend, vielleicht sogar zu viele Verdächtige und muss zunächst einmal klären, wer denn vom Tod Forstescues profitiert. Das Testament scheint bald auf eine Person hinzuweisen, doch als ein zweiter und ein dritter Mord, diesmal direkt im Landhaus, geschehen, sind alle Überlegungen mit einem Schlag hinfällig.

Eines der Mordopfer ist das Hausmädchen Gladys Martin, wovon auch Miss Marple in den Zeitungen erfährt. Der Fall beschäftigt natürlich die Presse ausführlich, weshalb alles darüber eben auch in St. Mary Mead, Miss Marples Heimatdorf zu erfahren ist. Was die alte Dame an dem Fall ganz besonders interessiert: Gladys Martin arbeitete für eine kurze Zeit auch bei Miss Marple – wie klein die Welt doch ist.

Miss Marple reist kurz entschlossen nach Baydon Heath und biete dem überraschten Inspektor Neele ihre Mithilfe an. Dass sie wirklich etwas zu Klärung beitragen kann, das stellt der Inspektor rasch fest: denn dass die drei Morde einem alten Kinderreim folgen, darauf wäre er nicht gekommen.

Ein wirklich wunderbarer klassischer Krimi, einer, bei dem man selbst gar nicht anders kann als mitzumachen (und mitzuraten) bei der Jagd nach dem Mörder … oder der Mörderin; wer will das schon wissen bei so vielen Verdächtigen.




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