Buchbesprechung/Rezension:

Karim El-Gawhary: Repression und Rebellion
Arabische Revolution - was nun?


verfasst am 17.01.2022 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: El-Gawhary, Karim, Zeitgeschichte
LiteraturBlog Bewertung:

Über den Autor:
Karim El-Gawhary wurde am 26. November 1963 als Sohn eines Ägypters und einer Deutschen in München geboren. Er studierte Islamwissenschaften und Politik mit dem Schwerpunkt Nahost an der FU Berlin. Seit 1991 arbeitet er als
Nahostkorrespondent in Kairo und ist Leiter des dortigen ORF-Nahostbüros. 2012 und 2018 wurde er zum Auslandsjournalisten des Jahres gewählt.

Über das Buch:
Karim El-Gawhary erzählt in dem Buch von der Arabellion, also vom Arabischen Frühling im Jahr 2011 mit seinen Protesten und Aufständen. Er versucht das Leben in der arabischen Welt zu diesem Zeitpunkt und die politischen Zusammenhänge zu erklären. Das macht er auf eine sehr herzliche und spannende Art. Dabei öffnet er einem das Verständnis für die Lebensweisen und die Zusammenhänge anhand vieler individueller Beispiele, die mich oftmals staunen ließen und mir eine völlig andere Sichtweise eröffneten.

Er behandelt neben den Ereignissen in der arabischen Welt auch die Fehler, die Europa und die USA in diesem Zusammenhang machen und das Aufbäumen der IS-Dschihadisten.

Mein Fazit:
Für den, der den Nahen Osten verstehen möchte, ist das Buch ein „Must-read-Buch“. Für mich war die arabische Welt immer ein Rätsel, eine ganz andere Welt, die sich mir schwer erschlossen hat. Dieses Buch hat viele Unklarheiten beseitigt und meinen Horizont eindeutig erweitert. „Repression und Rebellion“ sollte im Geschichtsunterricht in der Schule zur Pflichtlektüre werden!

Beim Lesen hat man das Gefühl, mit Karim El-Gawhary zusammenzusitzen und ihm beim Erzählen zuzuhören. Seine Worte lesen sich flüssig, der Inhalt ist sehr gut strukturiert und sehr informativ.

Ich hörte sogar seine Stimme beim Lesen. Da hätte ich mir gewünscht, ich könnte während des Lesens tatsächlich in einen Dialog mit dem Autor treten. Aber es ist am Ende doch „nur“ ein Buch und kein Treffen im Kaffeehaus, obwohl es sich für mich beim Lesen echt so angefühlt hat.

Ein wirklich sehr sympathisches, lebendiges und empfehlenswertes Buch!




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