Buchbesprechung/Rezension:

Mark Twain: Tom Sawyer, Der kleine Detektiv

verfasst am 04.12.2021 | einen Kommentar hinterlassen

AutorIn & Genre: Jugendbücher, Kriminalromane, Twain, Mark
Buchbesprechung verfasst von :
LiteraturBlog Bewertung:

Tom Sawyer und Huckleberry Finn in der Rolle von Holmes & Watson: Mark Twain schreib mit dieser Kurzgeschichte eine amüsante und unterhaltsame Fortsetzung seiner Erfolgsromane, die als Jugendbuch genauso wie als leichtfüßiger Krimi für Erwachsene funktioniert.

Tom und Huck auf der Fahrt auf dem Mississippi-Raddampfer nach Süden. Sie sind auf dem Weg zu Toms Onkel Silas, der gerade eine schwere Zeit durchlebt und die beiden sollen Silas und seiner Familie helfen.

Schon auf dem Dampfer ereignet sich etwas Seltsames: durch Zufall erkennen die beiden Freunde, dass es sich bei einem geheimnisvollen Passagier um den Bruder von Onkel Silas Nachbarn Brace Dunlap handelt (genau jener Nachbarn, der Onkel Silas so viel Kopfzerbrechen macht). Dieser Bruder, Jupiter, weiht Tom und Huck in sein Geheimnis ein: dass er mit zwei Komplizen zwei immens wertvolle Diamanten gestohlen habe, dass er diese beiden Komplizen betrogen habe und nun auf der Flucht vor den beiden sei und um sein Leben fürchte.

Jupiter verlässt den Dampfer einige Zeit vor Tom und Huck, später wird man sich schon wieder treffen, denn Jupiter möchte zu seinem Bruder weiter reisen.

Bald nach der Ankunft der Freunde bei Onkel Silas meinen die beiden, einen Mord zu beobachten. Doch am nächsten Tag ist keine Leiche zu finden. Dafür ist der andere Bruder von Brace (und Jupiters Zwillingsbruder), Jericho, spurlos verschwunden und Onkel Silas steht plötzlich im Verdacht, einen Mord begangen zu haben.

Mark Twain wandelt also auf den Spuren von Agatha Christie und Conan Doyle. Das gelingt ihm ausgesprochen gut, denn natürlich bringt Twain auch sein so oft gelesenes und mit Freude erwartetes Augenzwinkern mit ins Spiel.

So macht er aus Tom Sawyer den genialen Detektiv, aus Huckleberry Finn den oft erstaunten Chronisten der Ereignisse. Ganz unzweifelhaft nimmt Twain dafür die Holmes-Romane (der erste davon ist fünf Jahre vor dieser Kurzgeschichte erschienen) als Vorbild und aufs Korn.

Weil es zwar einen Mord aber keine allzu grausigen Details dazu gibt, ist es ein Buch für Jung und Alt.




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