Buchbesprechung/Rezension:

Ingrid Poljak: Blinde Bilder


verfasst am 14.10.2021 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Poljak, Ingrid J., Thriller
LiteraturBlog Bewertung:

Wer treibt hier sein perfides Spiel? Was läuft da verborgen hinter den Kulissen ab? Wie hängen alle diese merkwürdigen Ereignisse zusammen? Das wird man sich schon nach wenigen Absätzen fragen, denn dieser Thriller geht von Anfang an „ab wie die Post“.

Alles beginnt mit dem Fund einer Frauenleiche. Halb vergraben auf einer Baustelle wird sie entdeckt, die Polizei wird alarmiert, die Baustelle abgesperrt, die Baufirma muss die Arbeit unterbrechen, bis die Spuren gesichert sind.

Die Hauptdarsteller des Dramas lernt man bald kennen.

Auf der einen Seite Fred Feichtinger, der Bauunternehmer wider Willen, der kurz vor dem Bankrott steht; und nun muss er auch noch die Arbeit auf dieser Baustelle unterbrechen. Judith, seine Schwester, die als Grafikerin gerade am Auftrag einer Kunstgalerie arbeitet, für die sie die Plakate und Einladung zur Vernissage einen angesagten Maler gestaltet. Schließlich noch Hans Nowak, Freund und wertvollster Mitarbeiter von Fred, der sich plötzlich in ungeahnten Schwierigkeiten befindet.

Auf der anderen Seite der blinde Maler Simarian, der mit einem Mal überall dort auftaucht, wo Fred oder Judith etwas zu tun haben. Dann Felix Holuba, der immer aufdringlichere Auftraggeber Judiths, der sie in einem fort mit seinen Verbindungen zu so vielen wichtigen Leuten zu beeindrucken versucht, der aber auch gute Empfehlungen für weitere Kunden Judiths abgegeben  könnte. Schließlich noch Toni Ambasser, der Mann mit den vielen Namen …

Dazwischen Chefinspektor Kremer und Inspektorin Sokol, die immer wieder zur unrechten Zeit auftauchen, um jemanden zu befragen oder zu verhaften. Natürlich auch die von Simarian gemalten Bilder und die Leichen von Frauen, die eines gemeinsam haben: eine blutroten Schal, um den Hals gewickelt. Die Frauenleiche auf der Baustelle war nur die erste, es folgen weitere und wie es scheint, zieht jemand um Fred, Judith und Nowak eine immer enger werdende Schlinge.

Von Anfang an werde ich also durch den Roman gehetzt, habe keine Ahnung, was vor sich geht und lese wie gebannt ein Kapitel nach dem anderen. denn ich muss unbedingt wissen, wie das alles zu Ende gehen wird.

Die Autorin Ingrid J. Poljak ist auch noch so „gemein“ und schweigt sich über die Ermittlungsergebnisse der Polizei aus. Während Fred und Judith, manchmal unterstützt von Nowak, versuchen, selbst Licht ins Dunkel zubringen, wissen die drei und auch wir LeserInnen nicht, über welches Wissen Kremer und Sokol verfügen. So viel sein verraten: manchmal sind sie ein paar Schritte voraus …

Alle paar Jahre veröffentlicht Ingrid J. Poljak wirklich sehr rasante und packende Thriller, die – wenn man mich fragt – weitaus mehr Beachtung verdient hätten. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass diese Beachtung immer weiter zunehmen wird.




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