Stefan Slupetzky: Die Rückkehr des Lemming

verfasst am 02.10.2017 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Slupetzky, Stefan

Theo Ptak, junger Straßenbahnfahrer in Wien, hat sich verliebt. Eine junge Frau, die regelmäßig in seiner Tram Fahrgast ist, wird entführt. Theo kennt ihren Namen nicht, er nennt sie die scheinbar Unscheinbare. Entsetzt bittet er den Lemming um Hilfe. Leopold Wallisch hat keinen Bock auf Ermittlungsarbeit. Andererseits will er seinen „Schwiegerneffen“ auch nicht alleine mit seiner Sorge lassen.

Und so macht sich der schon lange aus dem Polizeidienst ausgetretene Lemming auf die Suche nach der verschwundenen jungen Fotografin Dora Madar. Der Theo, Zeuge der Entführung, scheint unerwünscht. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Mit einer Kopfverletzung landet er schließlich im Krankenhaus.

Bei den Recherchen nach dem Verbleib der scheinbar Unscheinbaren stößt Lemming auf die Leiche des Reisejournalisten Paul Silbermann.

Polivka, der grantelnde Kommissar steht bei den Ermittlungen an der Seite des Lemmings. Zehn Jahre sind verstrichen, seit der Lemming Chefinspektor Polivka im Zuge einer aufreibenden Mörderjagd begegnet und ihm zum ersten Mal den Nerv gezogen hat. Ja. Sie lieben sich. Auch wenn sie sich gegenseitig dreckige Liebenswürdigkeiten – wobei das eine das andere eigentlich schon ausschließt – an den Kopf werden. Letztendlich sind sie als Team erfolgreich.

Ein anderer junger Mann namens Max Horvat hat sich vorgenommen, dem Kaiser Ferdinand zwei seltene Vögel zu überbringen. Hier beginnt ein zweiter Handlungsstrang, der allerdings im 17. Jahrhundert stattfindet. Die beiden Dodo-Vögel Kaspar und Pannonia reisen gemeinsam mit Max 1658 an Board eines Segelschiffes nach Europa.

Und was hat die eindrucksvoll geschriebene historische Erzählung mit der Gegenwart zu tun (…) ?

Lange Jahre nichts gehört vom Lemming. Umso höher waren meine Erwartungen. Doch diese konnte der Autor nicht erfüllen. Wenn der originelle Sprachwitz nach wie vor gefällt und die vertrauten Protagonisten wie alte Bekannte wirken, die man gerne wieder trifft – überzeugt hat mich diese konstruierte Story nicht so ganz.


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