Edith Kneifl: Taxi für eine Leiche
Ein Wien-Krimi

verfasst am 24.02.2015 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kneifl, Edith, Kriminalromane

Ein desolates Vorstadtkino in Wien und das Cafe“Nachtlberger” – was da nicht alles passiert. Im Vorstadtkino stehen (wirkliche) Morde wöchentlich auf dem Spielplan und auch der Killer zählt anscheinend zum Stammpublikum des Filmtheaters. Das ist jedoch ganz und gar keine willkommende Werbung sondern im Gegenteil ein Desaster für die Kinobesitzerin; denn Einnahmen sind schon unter normalen Umständen so gering, dass es ihr meist schwer fällt, ihr Auskommen zu finden.

Im Cafe “Nachtlberger” ist sie Stammkundin, genauso wie viele ihrer Kinobesucher. Nach dem dritten Mord beschließt sie selbst die Sache in die Hand zu nehmen und unter eben diesen Stammgästen nach dem Täter zu suchen. Da die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht von der Stelle kommt, ist das für sie eine Frage der persönlichen Existenzsicherung. Der Kreis der Verdächtigen ist bald erstellt und … der Mörder ist doch immer der Gärtner oder doch nicht?

Wer ein Freund der Serie “Ein echter Wiener geht nicht unter“ ist, die/der wird auch ein Freund dieses Krimis sein. Die Dialoge sind echt wienerisch – für eine Nicht-Wienerin wie mich eben Original Edmund „Mundl“ Sackbauer. Ein Großteil der Handlung entwickelt sich über Dialoge, womit genau dieses Wienerische den Roman bestimmt.

Gemütlich zu lesen und unterhaltend – ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen. 

Ein Besuch im Beisl um die Ecke, inklusive den Dialogen an den Nebentischen lauschen, wäre vielleicht ebenso unterhaltsam – die Suche nach einem Killer hätte mir dort aber dann doch gefehlt – denn wer es ist, das wollte ich unbedingt erfahren.

Außerdem hat der Killer schon Zukunftspläne in Sachen Mord.
Wien, Wien nur du allein……?



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