Elizabeth Haynes: Atemnot

verfasst am 05.11.2014 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Haynes, Elizabeth, Thriller

Vorweg – ein durchaus lesenswertes Buch. Ich bezeichne es aber nicht als Thriller, sondern als ziemlich guten Krimi. Was mir an diesem Buch gut gefallen hat, ist die Aufarbeitung der täglichen Ergebnisse, Erfahrungen in der Schilderung von minutiöser Polizeiarbeit.

Im kleinen englischen Dorf Morden (ja, das heisst wirklich so) häufen sich immer mehr Delikte  zu einem wahren Berg an Straftaten auf.

Eine frisch ernannte Chief Inspectorin – DCI Louisa Smith – wird von ihrem Vorgesetzten mit den Ermittlungen betraut.

Das Buch beginnt mit einem Notrufprotokoll. Felicity Maitland von der Hermitage Farm meldet, ihre Freundin Polly blutüberströmt vorgefunden zu haben. Polly arbeitet bei den Maitlands als Pferdepflegerin. DCI Smith beginnt ihre Ermittlungen mit der Zusammenstellung eines Teams. Einer der Mitarbeiter des Teams ist DI Andy Hamilton. Zwischen Louisa und Andy herrscht von Beginn an eine Spannung, die darauf zurückzuführen ist, dass beide miteinander eine kurze Affaire hatten. Andy ist verheiratet, hat zwei Kinder, hat das aber Louisa verschwiegen. Ihre moralische Einstellung ließ sie die Beziehung umgehend beenden. Hamilton ist ohnehin ein Weiberheld, der durch diese Eigenschaft noch in enorme Schwierigkeiten kommen sollte. Aber das zu erfahren überlasse ich zukünftigen Leserinnen, Lesern des Buches.

Für ein kleines Dorf entwickelt sich Morden zu einem Sündenpfuhl. Ob es sich um Mord, Menschenhandel, Drogenhandel handelt, Elizabeth Hayes lässt nichts aus. Sie schildert in immer wieder eingeblendeten Protokollen und Besprechungen der Ermittlungskommission die Schwierigkeiten der Polizeiarbeit. Falsch verdächtigte Personen führen weg von vermeintlich Unschuldigen. Und so setzt sich die Handlung in einem spannenden Krimi fort, nicht bar von menschlichen Tragödien, von unerfüllter Sehnsucht. Persönliche Schicksale, Leidenschaften, Lügen, Perversitäten erschließen immer wieder neue Einblicke in das Leben der Protagonisten.

Fallweise ganz schön brutal (fast thrillermäßig).

Über einen Krimi mehr Details zu schreiben halte ich für unfair. Deshalb meine Empfehlung – lesen ! Viel Spaß dabei.



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