Ingrid J. Poljak: Die Hände des Doktor Kinich
Sechs unheimliche Geschichten

Aus Träumen werden Albträume. Aus Phantasie wird Halluzination. Aus Ängsten wird Gewissheit. Aus Wünschen wird gefährliche Realität. So in etwa könnte man den Inhalt dieses schmalen Büchleins zusammen fassen. Ingrid J. Poljak hat dafür Geschichten aus dem Dunkel ans Licht geholt, die sich bislang wohlweislich vor unseren Augen verborgen haben. Denn beim Lesen kann man sich sehr leicht selbst in den dunklen Gängen der eigenen Phantasie verirren.

Ingrid J. Poljak greift für ihre unheimlichen Geschichten ganz tief in die Schublade, in der wir verborgene Ängste verstecken. So wie wir als Kinder das Ungeheuer unter dem Bett fürchteten, uns Schatten in der Finsterniss kalte Schauer über den Rücken jagten, wir uns ganz tief unter der Decke verkrochen, wenn unheimliche Geräusche ins Zimmer klangen: so – oder ähnlich – ergeht es den Protagonisten in den 6 Kurzgeschichten.

Dabei schwindet zuerst die Grenze zwischen Horror, Suspense und Thriller und dann zwischen Wirklichkeit und (Alb)traum; es lässt sich nicht mehr genau bestimmen, wo die Geschichte endet oder wo sie beginnt. Und weil das so ist, bleibt uns, den Leserinnen und Lesern viel Raum, sich eigene Gedanken über den weiteren Fortgang zu machen.

Für mich als Fan von geistreichen Kurzgeschichten genau das Richtige!



Einen Kommentar hinterlassen

* erforderlich. Beachten Sie bitte die Datenschutzerklärung


Top