Georg Haderer: Es wird Tote geben

verfasst am 09.08.2013 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Haderer, Georg, Kriminalromane

Major Schäfer, ehemaliger Gruppenleiter der Mordkommission in Wien, wird in das kleine Dorf Schaching versetzt. Nach seinem letzten Ermittlungschaos, das mit einer Kugel im Kopf endete, sehnt er sich nun nach einem etwas ruhigeren Arbeitsalltag. Er möchte seinen Job wie ein Handwerker verrichten, Dienst nach Vorschrift, und abends müde nachhause kommen, ohne dass ihm ein grausamer Mord den Schlaf raubt.

Doch sein innigster Wunsch geht vorerst nicht Erfüllung. Denn in dem kleinen Ort Schaching begehen junge Mädchen Suizid, die äußerst rätselhaft sind. Damit taucht für Schäfer auch die Frage auf: Selbstmord? Oder doch Gewaltverbrechen?

Nach seinem völligen Ausfall in Wien – die Medikamente hat er schon längst selbst abgesetzt – und seinem Dienstantritt in Schaching, liegen Monate. Heute als Postenkommandant in einem Kaff tätig, versucht er vorerst zur Ruhe zu kommen.

Sein Leben könnte so perfekt sein. Major Schäfer bewohnt ein kleines Haus im Grünen. Ein Platz zum Wohlfühlen. In seinem Garten beherbergt er ein seltsames Liebespärchen: die Katze Miss Rost und ihre Krähe.

Zudem dreht ein Fernsehsender gerade einen Krimi in dem Ort. „Fifi TV Productions“ aus Germany wollen Reality-Fernsehen in ihren Kasten bringen. Major Schäfer freundet sich mit dem Drehbuchautor Sanders an. Dieser hat eine rege Fantasie und zudem ist er auch noch sympathisch.

Schäfer, der manchmal ein wenig nach Familie raunzt, keine hat und dem aufgrund seines Grants wahrscheinlich auch niemand lange an der Seite bleiben wird, genießt die Zeit mit Sanders, der zu ihm aufsieht, ihn aufheitert und auch mal eine Flasche Wein mit ihm kippt.

Doch auch in Schaching holt ihn der berufliche Wahnsinn ein.
Während seines täglichen Spazierganges trifft er die singende Nachtigall, Frau Materna. Sie ist geistig nicht auf der Höhe, singend sucht sie schon seit Jahren ihren Sohn Sascha. Vermisst, verschwunden, abgehauen? 

Dann begehen junge Mädchen Selbstmord. Doch irgendein Psychopath filmt diese Vorfälle und spielt der Polizei die Videos zu.
Der erste tragische Suizid ereignet sich am frühen Morgen auf einem Bahngleis. Das Mädchen war vollgepumpt mit LSD und Tranquilizern. Und das wird gefilmt, ist das nicht unterlassene Hilfeleistung? Wer ist hier so herzlos? Abgestumpft? Schäfer ist sich ob des Suizids unsicher und steckt bald in anstrengender Ermittlungstätigkeit.

Während Schäfer versucht herauszufinden, ob es sich hier um Mord oder Selbstmord handelt kommt zudem zutage, dass die Materna ihren Sohn, den Sascha, umgebracht hat. Allerdings ist sie nach der Tat völlig der Paranoia verfallen. Der Sohn soll in dem schönen Häuschen vergraben sein, dass der Major gerade bewohnt. Er macht keine Anstalten, das „Grab“ auszuheben. Ob er auch bald im Irrenhaus landet, der Major Schäfer?

Wieder ein gelungener und skurriler Krimi des Autors!



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