Buchbesprechung/Rezension:

Lisa Aigelsperger: Panzerschloss
Fynn & die Kinder


verfasst am 17.03.2022 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Aigelsperger, Lisa, Kinderbücher
LiteraturBlog Bewertung:
Lisa Aigelsperger

Lisa Aigelsperger
(c) Roland Renner

Über die Autorin:
„Wichtig sind einfache Erzählstränge, denen die Kinder folgen, was nicht heißt, dass sie nicht tiefgründig sein können. Am wichtigsten ist die Begegnung auf Augenhöhe.“
Das sind für Lisa Aigelsperger Kriterien für ein gutes Kinderbuch. Sie wurde in Judenburg geboren, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien. Die Regie- und Dramaturgieassistentin arbeitet nebenbei auch in der freien Theaterszene. „Panzerschloss“ ist ihr drittes Kinderbuch.

Über die Illustratorin:
Beatrice Cozzolino ist Künstlerin und arbeitet als Requisiteurin am Next Liberty
Theater in Graz.

Über das Buch:
Fynn erzählt drei Kindern eine Geschichte und die beginnt so:
„Es waren einmal eine Prinzessin und ein Räuber. Die beiden waren Freunde. Sie
spielten immer miteinander. Sie spielten immer so lange miteinander, bis sie
anfingen zu streiten.“

Beatrice Cozzolino

Beatrice Cozzolino
(c) privat

Der Räuber ist sauer auf die Prinzessin, weil sie nicht weint, obwohl er sie im Spiel entführt hat. Da sie sich als Prinzessin nicht herumkommandieren lassen möchte, wird sie immer wütender. So wütend, dass sie ihm eine Ohrfeige gibt. „Denn es gibt ein Problem. Die Prinzessin ist Schimpfen nicht gewohnt. Der Räuber wiederum weiß nicht, wie es geht, freundlich zu sein.“

Ein drittes Kind kommt angerannt und sagt den beiden, sie sollen weglaufen. Denn hinter ihm kommt ein Panzer angerollt, der im Buch als „Trumm“ bezeichnet wird. Mit dem Panzer erscheinen drei Männer in Uniform, die die Kinder auffordern, den Wald zu verlassen. Die Kinder entgegnen mutig, dass der Wald ihnen und den Tieren gehört.

Als der Räuber einen Soldaten fragt, was das für ein Trumm sei, antwortet dieser: „Ihr lieben Kinder, das hier macht BUMM BUMM, und dann fallen alle UM“.

Die Kinder laufen davon und beobachten das Geschehen aus der Ferne. Dabei überlegen sie, was das für ein Trumm sein könnte und einigen sich darauf, dass es ein Schloss ist.

Als die Soldaten den Panzer verlassen, beginnen die Kinder mit dem Schloss zu spielen und es zu dekorieren. Die Kinder hören ein BUMM BUMM und als danach niemand umgefallen ist, lachen sie.
Als es klopft, öffnen die Kinder den Soldaten die Tür.

Gegen Ende der Geschichte haben sich einige Soldaten in grüner und blauer Uniform im Schloss eingefunden und lassen sich von der Prinzessin Tee servieren. Zum Schluss kommt noch eine Menge anderer Kinder ins Schloss.

Mein Fazit:
Insgesamt fängt die Geschichte vielversprechend an, wird dann im weiteren Verlauf aber doch recht fantastisch und wirr. Mir hat sich der Sinn der Geschichte nicht ganz erschlossen.

Leider fehlt es mir im Buch an den notwendigen Erläuterungen. Begriffe wie Soldaten oder Panzer werden zum Beispiel nicht erklärt. Das Wort Krieg kommt gar nicht erst vor.

Ein Kind, das dieses Buch liest, braucht auf jeden Fall einen Erwachsenen, der ihm die Zusammenhänge und Begriffe erklärt. Gemeinsam kann man dann über den Inhalt philosophieren. Wie schön wäre es doch, aus Panzern Schlösser zu bauen?

Die Illustrationen sind schön bunt. Die Darstellungen der Körper fand ich aber unharmonisch, weil die Proportionen nicht stimmen. Manchmal fehlte das Gesicht bei den Figuren, nur die Nase war immer eingezeichnet.




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