Buchbesprechung/Rezension:

Petra Piuk: Rotkäppchen rettet den Wolf
Ein Nicht-Märchen


verfasst am 15.02.2022 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Märchen, Palacio, Gemma, Piuk, Petra
LiteraturBlog Bewertung:
Gemma Palacio, Petra Piuk

Gemma Palacio (l.), Petra Piuk (r.)
Autorenfotos (c) Elodie Grethen

Über die Autorin:
Petra Pius wurde 1975 im Burgenland geboren und lebt mittlerweile in Wien. Sie arbeitete als Kasperltheaterspielerin, als TV-Redakteurin einer Tiersendung, war Mitarbeiterin von Umweltschutzorganisationen und noch einiges mehr. „Rotkäppchen rettet den Wolf“ ist ihr erstes Kinderbuch.

Über die Illustratorin:
Gemma Palacio wurde 1985 in Asturien, Nordspanien geboren und lebt seit einigen Jahren in Salzburg. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und arbeitete lange Zeit als Grafikerin. Seit 2019 erfüllt sie sich ihren Traum, einfach nur zu zeichnen.

Über das Buch:
Die Geschichte beginnt mit einem Steckbrief von Anna, alias Rotkäppchen. Annas Lieblingsfarbe ist rot und sie trägt ein rotes Kapperl mit dem Schriftzug „I love Lupo“. Weiter hinten im Buch befindet sich auch ein Steckbrief vom Wolf, alias Lupo, mit vielen interessanten Informationen über das Leben und Verhalten von Wölfen.

Rotkäppchen mag es nicht, wenn ein Märchen mit „Es war einmal“ beginnt. Deshalb unterbricht sie den Erzähler mit einem „Stopp!“, und er beginnt die Geschichte als Nicht-Märchen noch einmal von vorne. Sie startet genau so, wie bei den Gebrüdern Grimm. Eben damit, dass sich Anna mit einem Kirschkuchen auf den Weg zu ihrer Oma macht. Das Rezept von eben diesem Kuchen findet sich auch im Buch. Auf dem Weg pflückt sie statt Blumen Plastikmüll, entdeckt Tierspuren und unterhält sich mit dem Bürgermeister. Man erfährt unter anderem, dass es ungefähr 6.679 Tierarten im Wald gibt usw.

Mein Fazit:
Rotkäppchen rettet den Wolf ist ein sehr humorvolles, informatives und kluges Kinderbuch. Ich musste beim Lesen mehrfach schmunzeln und kann mir vorstellen, dass es Kinder zum Lachen bringt. Auf den letzten Seiten finden sich sogar ein Wolfsquiz und Weblinks, wo man sich zusätzlich über Wildtiere informieren kann.

Sogar Ideen, was Kinder für den Planeten Erde tun können, werden angeführt. Das Buch hat eine sehr schöne Bindung und einen angenehm strukturierten Buchumschlag. Die Illustrationen haben mich an die Buchreihe „Unsere drei Stanisläuse“ meiner Kindheit erinnert. Es wirkt alles etwas retro, wobei der Inhalt absolut zeitgemäß ist.

Fazit: Ein durch und durch gescheites Kinderbuch, das sich deutlich von der Masse abhebt. Sehr empfehlenswert. Die Illustrationen sind Geschmacksache.




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