Martin Moser: Hoamatroas
Zu Fuß durch Oberösterreich. Auf dem Weg zu Bekanntem, Vergessenem und b'sondere Leit

verfasst am 06.12.2018 von | 1 Kommentar
Rubriken: Moser, Martin, Sachbücher

Eine Erwanderung Öberösterreichs. Für alle Nicht-OberösterreicherInnen: “Heimatreise”!

Als Wahl-Oberösterreicher habe ich in den vergangenen Jahren einiges vom Land mit Mountainbike oder zu Fuß erkundet; damit bin ich natürlich Teil der Zielgruppe dieses Buches. Wer sich selbst ein Bild von Land und Leuten machen möchte, tut dies am besten auf Schusters Rappen und genießt dabei die Eindrücke, die Landschaft, das Wetter.

“Homatroas” ist das Buch zu einer Wanderung (in 56 Tagesetappen), die Martin Moser im Jahr 2018 unternahm und während der er zugleich auch Spenden für OÖ Kinder-Krebshilfe sammelte. 56 Tagesetappen – in 3 Teilen zusammengefasst – rund um das Bundesland und mitten hinein.

“Homatroas” ist kein Reiseführer. Obwohl die Touren ausführlich beschrieben sind, so finden sich hier keine Wanderkarten, keine Routenpläne. Es finden sich im Buch die Eindrücke von Land und Leuten. Die Begegnungen mit anderen Wandersleuten, mit Menschen, die Moser zufällig unterwegs trifft, nehmen dabei einen sehr wichtigen Teil ein. Wer die Wege selbst nachgehen möchte, muss sich mit den Beschreibungen in der einen und einer Karte in der anderen Hand die genaue Route selbst zusammen stellen.

Viele der Gegenden, die Martin Moser erwanderte, kenne ich von meinen eigenen Touren. Bei mir sind das allerdings immer nur Tagestouren, 33 Tage in einem Stück (so lange dauert der erste, der längste Teil der Homatroas) würde ich nicht bewältigen können. Überhaupt zeigt die Wander-Statistik am Ende des Buches eine sehr beeindruckende Zusammenfassung über die zurückgelegten Strecken und die erklommenen Höhenmeter. Do muasd fit sein!

Vieles kenne ich – und auf vieles, das Martin Moser erwandert, macht das Buch Lust. Daraus werden sich für mich wohl ein paar Tagestouren im nächsten Jahr ergeben …

Ein Wort zu den Fotografien: die wirken auf mich meistens wie alte Fotografien aus den 1960er-Jahren. Ich weiß nicht ob das Absicht ist, oder ob Kamera und/oder Druckerei dafür versehentlich verantwortlich sind. Jedenfalls reichen die Bilder im Buch nicht annähernd an die Eindrücke heran, die man bekommt, wenn man selbst an diese Orten ist, Das finde ich sehr schade, denn damit geht sehr viel von den möglichen positiven Eindrücken, die man als neugierige/r Leser/in bekommen könnte, verloren.

Zusammengefasst ist “Homatroas” ein wirklich guter Einstieg für jene, die die Vielfalt Oberösterreichs (ob als Einheimischer oder Urlauber von außerhalb) neu erleben oder sich wieder in Erinnerung rufen möchten. Und wer dann selbst dort ist, macht sowieso eigene Bilder … :-)


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag 1 Kommentar


  • Kommentar von  Martin Moser am 06.12.2018 um 22:08 Uhr Uhr

    Vielen herzlichen Dank für die Rezension und die freundlichen Worte!
    Zu den Fotografien: Kein Fehler der Kamera oder der Druckerei, sondern Absicht. Der Grundgedanke war, Bilder im “travel vibe” darzustellen. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, freue mich aber sehr über die ehrlichen Worte, die ich mir für zukünftige Projekte im Hinterkopf behalten werde. :-)
    Herzliche Grüße,
    Martin Moser

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