Deon Meyer: Die Amerikanerin

verfasst am 20.03.2018 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Meyer, Deon

Man glaubt schon an einen Irrtum, wenn das Buch ankommt: so dünn, so klein und schon ein Deon Meyer? Doch ein Blick hinein und auf das Nachwort liefern die Erklärung dafür und man ist sicher: ja das ist ein richtiger Roman von Deon Meyer, einer aus der Bennie Griessel-Reihe:

Die Amerikanerin liegt oben am Sir Lowry’s-Pass, die Aussicht von hier ist großartig, in der Nacht bieten die Lichter von Kapstadt ein grandioses Schauspiel. Die Schönheit des Ortes kann die Amerikanerin aber nicht mehr genießen, denn als sie hier ankam, war sie bereits tot. Ermordet.

Bennie Griessel und sein Partner Vaughn Cupido werden erst spät auf den Fall angesetzt; als die örtliche Polizei nach mehr als drei Tagen noch immer nicht den kleinsten Hinweis auf den oder die Mörder gefunden hat.

So viel kann ich verraten: der Fall wird gelöst, alte niederländische Meister, Spuren nach Europa und von Europa nach Südafrika spielen dabei eine wichtige Rolle.

Womit darüber zu schreiben ist, wie sich denn ein so kleines, schmales Buch von Deon Meyer liest, im Gegensatz zu dem, was man ansonsten von ihm gewohnt ist.

Für “Die Amerikanerin” ist es hilfreich, die Hauptpersonen bereits aus den anderen Romanen zu kennen – denn es bleibt hier recht wenig Platz für Charakterisierungen. Da ich alle diese Griessel-Romane kenne, war das für mich somit kein wirkliches Problem. Im Vergleich fehlt auch viel von der Action, die Griessel sonst meist durch Kapstadt hetzen lässt.

Was man im Gegenzug bekommt?
Nun, dies ist ein lupenreiner Krimi (kein Thriller, was bei Griessel-Romanes ansonsten die passendere Genre-Einordnung ist), in dem Schritt für Schritt der Fall gelöst wird. Untypisch aber nichts desto weniger spannend. Spannend und flott zu lesen.

Wie Meyer selbst schreibt, dient ihm diese kurze Geschichte auch dafür, Griessels Privatleben ein Stück weiter zu bringen; seine Lebenspartnerin Alexa und ein Ehering spieles dabei die Hauptrollen.

Alles zusammen ein vergnügliches Buch, perfekt für einen Nachmittag, an dem man die Gedanken an das derzeit vorherrschende Spätwinter-Wetter draußen mit Hilfe eines flott zu lesenden Krimis verdrängen möchte. Das schafft man mit “Die Amerikanerin” ganz sicher!


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