Wolfgang Burger: Die linke Hand des Bösen
Ein Fall für Alexander Gerlach (14)

verfasst am 10.07.2018 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Burger, Wolfgang, Kriminalromane

Wirklich sehr spannend! Im jetzt schon 14. Krimi aus der Alexander-Gerlach-Reihe kommt es zu einer Art Neustart: ein wenig härter und viel rasanter als die Vorgänger-Romane.

Den Kommissar Arne Heldt kannten wir noch nicht. Erst seit wenigen Wochen ist er bei Alexander Gerlach im Team. Wir werden auch in Zukunft nichts mehr von ihm hören, denn Arne Heldt wurde ermordet. Nicht nur einfach ums Leben gebracht, sondern grausam zu Tode gefoltert. Alleine der Umstand, dass einer ihrer Kollegen getötet wurde mobilisiert schon alle Kräfte; die Art und Weise seines Todes weckt in allen auch noch die gehörigen Wut, den Täter so schnell wie möglich zu fassen.

Heldt war für die Cold-Case Fälle zuständig. Darum hatte er sich auch schon in Konstanz gekümmert, wo er vor seiner Versetzung nach Heidelberg gearbeitet hatte. Und Heldt war erfolgreich dabei, was man ihm aufgrund seines scheinbar eigenbrödlerischen Auftretens gar nicht zugetraut hätte.

Alexander Gerlach lernt erst im Zuge der Ermittlungen seinen Untergebenen richtig kennen. Wie der geduldig und Schritt für Schritt die alten Fälle neu aufrollte, wie er Zeugen wieder und wieder befragte und ihnen Hinweise entlocken konnte, die bei den ursprünglichen Ermittlungen übersehen, vergessen oder falsch bewertet worden waren.

Und genau das muss Arne Heldt zu Verhängnis geworden sein: er war bei einem dieser alten Fälle auf eine noch immer heiße Spur gestoßen. So heiß, dass der Täter alles, wirklich alles unternimmt um sich selbst zu schützen. Ein Täter der kein Gewissen zu haben scheint.

Die Frage ist jetzt nur: um welchen Fall handelt es sich? Die Sonderkommission muss weit in der Vergangenheit und tief in der Gegenwart forschen, denn der Täter hatte alle Unterlagen und auch das Notebook Heldts mitgenommen.

Zu Beginn ist es eine Spurensuche, bei der es Wolfgang Burger gelingt, ein ungemein wirklichkeitsnahes Szenario zu erschaffen. Das Auffinden von Hinweisen, das Verfolgen der akribisch  zusammengetragenen Spuren, das Auffinden von Zeuge und das Bewerten der Aussagen. Alles scheint so echt, so kann man sich die Polizeiarbeit vorstellen.

Gegen Ende hin wird der Krimi zum Thriller, der rasant zu einem spannenden Finale hetzt.
Sicher einer der Top-Romane der Gerlach-Reihe, wenn nicht überhaupt der beste bisher!


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