Mankell, Hennig: Kennedys Hirn

verfasst am 20.01.2009 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Mankell, Henning, Romane

Die Archäologin Louise Cantor findet nach ihrer Rückkehr aus Griechenland ihren Sohn tot in seiner Wohnung. Die Spuren deuten auf einen Selbstmord, doch sie glaubt nicht daran, dass ihr Sohn freiwillig aus dem Leben geschieden ist.

Wenn man nur den Titel den Buches und nicht den Klappentext gelesen hat, wird man schon nach kurzer Zeit herausfinden, dass dies keine Mankell-Enthüllung über den Tod von JFK ist, sondern etwas anderes: Louise Kantor lernt anhand von mysteriösen Aufzeichnungen, die sie in der Wohnung findet, Schritt für Schritt das Leben ihres Sohnes kennen.

Sie muss feststellen, dass sie ihn in Wahrheit nicht gekannt hat. Die Suche nach seinem Vater, der in Autralien untergetaucht ist, die Gespräche mit den Freunden und Bekannten ihres Sohnes führen sie über den ganzen Erdball.

Dunkle Verschwörungstheorien mischen sich mit wie zufällig auftauchenden Menschen, die jeweils ein kleines Puzzleteil zu enthüllen wissen.

Gegen Mitte des Buches beginnt die Versuchung, schnell einmal auf die letzte Seite zu sehen um rasch die Lektüre abschließen zu können, immer übermächtiger zu werden.

Anders gesagt: spannungslos zieht sich die Handlung dahin. Ein Buch, das weder Krimi noch Thriller und in jedem Fall kein guter Mankell ist. Die Intention des Autors (er beschreibt sie im Nachwort zum Buch) liegt zwar auf der Hand, doch ist es ihm leider nicht gelungen, daraus eine packende Erzahlung zu schaffen.



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