Victor Thoma: Ein toter Mann ist doch kein D-Zug
Ellermanns erster Fall

verfasst am 17.02.2014 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Thoma, Victor

 Ein toter Mann ist doch kein D-Zug Herr Ellermann ruft seinen Psychotherapeuten an. Er möchte sich unbedingt mit ihm in einem Café treffen. Die Therapie hat zwar fehlgeschlagen, Ellermann ist nach wie vor ein Mensch voller Ängste und Phobien. Doch verbindet die beiden Männer mittlerweile eine Freundschaft. Seltsam hört er sich am Handy an, Ellermann braucht dringend Hilfe.

Zum Treffpunkt erscheint er seltsamerweise nicht. Ellermanns Psychotherapeut wartet im Café und erzählt die Geschichte seines Patienten. Er war ja eigentlich ein Klaviervirtuose. Wäre da nicht dieses immense Lampenfieber gewesen, er hätte Karriere als Pianist gemacht. Nachdem auch die Therapie Ellermann diese Ängste nicht nehmen konnte, verdient er nun seinen Lebensunterhalt, indem er unbegabten Töchtern und Söhnen, Hausfrauen und Pensionisten als Klavierlehrer seine Musik zu vermitteln versucht.

Zudem hat er einen Nebenjob, der ihm ordentliches Geld einbringt. Karl Markowski, ein erfolgreicher Finanzunternehmer, beauftragt ihn, seine Mutter Sophia zu Vernissagen, Konzerten und Opern zu begleiten. Der neueste Auftrag soll Ellermann viel Geld bringen. Dafür bräuchte er nur über das Wochenende auf Sophia aufpassen. Sie zum Essen ausführen und sich mit ihr unterhalten. Was halt die alte reiche Dame so wünscht.

Sophia ist eine Grande Dame, stets gepflegt und auf ihr Äußeres bedacht. Eloquenz und ein Hauch von Witz in ihren Erzählungen verwundern ihren Aufpasser. Immerhin wurde ihm von Markowski, dem steinreichen Finanzier, mitgeteilt, dass sie ein wenig an Senilität leidet.

Ellermann führt Sophia zum Essen in ein Nobelrestaurant aus. Als er von der Toilette zurückkehrt, ist sie verschwunden. Kreidebleich und schlotternd macht er sich auf die Suche.

Der verhinderte Pianist gerät ab dann in eine turbulente Geschichte. Ein Banküberfall, eine Wasserleiche, eine gestohlene Gemäldesammlung und ein Verdächtiger – er selbst, Ellermann. wird von der Polizei gesucht.

Ein witziges Buch mit ausgeklügelter Handlung.

Was es mit dem Titel auf sich hat – dieses Rätsel konnte ich während des Lesens nicht lösen. Vielleicht gibt es auch aber auch gar keines?



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