Elizabeth Haran: Im Schatten des Teebaums

verfasst am 29.05.2012 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Haran, Elizabeth, Romane

Südaustralien um 1900. In der Gegend um die Kleinstadt Tantanoola wird ein seltsamer und gefährlicher Tiger registriert. Gesehen hat ihn niemand, aber es kann nur dieses rätselhafte Tier sein, das Schafe in Massen reißt. Die Einwohner der Stadt sind in Unruhe versetzt, fürchten nicht nur um Schafe sondern auch um ihr eigenes Leben.

Für die junge und rebellische Reporterin Eliza ist dies eine einmalige Chance, sich in ihrem Beruf zu profilieren und reist in die kleine Stadt, um dem Tiger auf die Spur zu kommen.

Zu dieser Zeit ist es für eine junge Frau außergewöhnlich, in einem von Männern dominierten Beruf Fuß fassen zu wollen. Auch Elizas Mutter hat so gar keine Freude mit dem Tatendrang und Neugierde ihrer Tochter. Außerdem lebt in Tantanoola die Schwester der Mutter. Der Kontakt ist seit vielen Jahren abgebrochen. Der Kampf um die Liebe eines Mannes hat in Hass resultierend die beiden Schwestern getrennt.

Doch wie es das Schicksal so will, landet Eliza bei ihrer Zimmersuche im Hanging Rocks Inn. Das Haus gehört ihrer Tante Tilly Sheehan. Die beiden verstehen sich von Beginn an bestens. Tilly, im Gesicht vernarbt, spricht kaum über ihre Vergangenheit und Eliza erahnt ein schlimmes Familiengeheimnis.

Eliza beginnt bald mit ihren Recherchen für ihren Artikel und lernt dabei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten kennen. Noah, ein Halbaborigine der malt wie ein großer Künstler, unterstützt sie bei der Suche nach dem Tiger. Leider ist auch die Konkurrenz nicht weit. Der Reporter Alstair vom Konkurrenzblatt versucht ebenfalls an die große Story zu kommen und bedient sich dabei unehrenhafter Methoden. Bald wird Noah als Schafdieb bezichtigt, er wird gejagt und ihm droht der Strick. Und dann ist da noch der Jäger Brodie, der von der Stadt engagiert wird, um den Tiger zu erlegen.

Neben der Jagd auf den Tiger und dem Auffinden des Schafkillers kommt auch die Liebe nicht zu kurz.

Nachdem die Geschichte und ihr Ausgang von Anfang an vorhersehbar waren, hat mich das Buch eher gelangweilt. Trotz ganz netter Beschreibungen der Protagonisten fehlte mir in diesem Roman eindeutig die Spannung, ein Bezug zur Geschichte des Landes, gerade auch im Hinblick auf Noah, dem Aborigine, hätte dem Inhalt gut getan.


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