Pucher, Robert: Katerfrühstück

verfasst am 08.01.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Pucher, Robert

Daniel Reichenbach, ein erfolgloser Schriftsteller und dem Alkohol nicht abgeneigt, fällt karrieremäßig nichts in den Schoß, höchstens eine tote Taube. Er trifft sich am Wiener Türkenschanzplatz mit der Verlagsassistentin Monika Strauch, und neuerlich erhält er eine Absage für sein akutelles Werk. Ziemlich frustriert begibt er sich in sein Stammbeisl und trinkt mehr als für seinen ohnehin schon schlimmen Gemütszustand verträglich.

Am nächsten Morgen findet er in seiner Badewanne die Leiche der ihm bekannten Verlagsmitarbeiterin. Anstatt die Polizei zu rufen, entsorgt er die Dahingeschiedene. Doppler, ein ekeliger Wiener Kriminalbeamte, der auf Pornofilme steht, ermittelt gemeinsam mit der leitenden Kriminalbeamtin Dr. Simone Reichenbach.

Dr. Simone Reichenbach, Vorgesetzte Dopplers und Schwester des Hauptverdächtigen, steht neben ihrer Arbeit in der Mordkommission und im Denunzieren ihrer Mitarbeiter zudem auf sadistische Sexualpraktiken. In ihrer Not fällt sie sogar über ihren Untergebenen Doppler her. Ihr Bruder Daniel ist psychisch am Ende, alles deutet daraufhin, dass er der Mörder ist.  Er selbst zweifelt sogar an seiner Unschuld und beginnt am letzten Rest seines Verstandes zu zweifeln. Plötzlich tauchen in Daniels Umgebung immer mehr Leichenteile auf und dann stirbt auch noch die Cheflektorin Gertrude Wildfang, Arbeitskollegin des ersten Opfers…

Eine extrem skurrile Geschichte. Ein Krimi mit Toten, Ermittlern und Verdächtigen.

Aber: das Buch liest sich ab dem ersten Kapitel wie ein Kabarett. Schräge Charaktere! Beispielsweise der Pathologe Fleischmann, dessen Institut sich in der Sensengasse befindet! Oder Herr Wosczynski, Obmann der „Bürgerwehr gegen Drogen, Kriminalität und Kulturschande“, der sogar ein ganzes Haus in die Luft sprengen will, weil ihm ein Nachbar den Autospiegel abgerissen hat. Die Kriminalisten Dr. Simone Reichenbach und Doppler sind auch von der ganz schrägen Sorte! Nicht zu vergessen Kater Vincent!

Beim Lesen dieses Buches musste ich mehrmals lauthals lachen! Genial! Skurril! Unbedingt lesen!



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