Buchbesprechung/Rezension:

Beate Maly: Advent im Grandhotel
Eine Weihnachtsgeschichte

Advent im Grandhotel
verfasst am 05.02.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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Ernestine Kirsch und Anton Böck freuen sich auf ein Wochenende im Südbahnhotel am Semmering. Ein Vergnügen, dass sich die beiden selbst wohl nicht leisten könnten oder wollten, doch Ernestine hatte für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Bibliothek einen Gutschein geschenkt bekommen.

Ein winterliches Wochenende samt Kunstauktion verspricht entspannte Stunden für die beiden Senioren, die mit Enkeltochter und deren bestem Freund anreisen.

Der Untertitel „Eine Weihnachtsgeschichte“ deutet schon an, dass dieser Roman, im Gegensatz zu den übrigen Krimis der Reihe mit Ernstine und Anton, ganz ohne Mord- und Totschlag auskommt. Jedenfalls im direkten Wortsinn, indirekt geht es aber sehr wohl ganz un-adventlich zu. Siehe auch: Wenn Blicke und Worte töten könnten.

Denn im Südbahnhotel treffen, ganz im Stil von Hotel-/Kreuzfahrtschiff-/Luxuszug-Romanen alle möglichen Typen zusammen, die es aus ganz unterschiedlichen Gründen hierher verschlagen hat. 

Beate Maly hat sich für die Charaktere der Gästeschar sehr viele quasi „typische“ (nur, um nicht zu sagen: klischeehafte) Leute ausgedacht. Die hinterlistigen, die verschlagenen, die berechnenden, die wohlmeinenden, die unglücklichen, die unzufriedenen …

Ein Sammelsurium also, bei dem Konflikte nicht ausbleiben können. Ein Bild aus der Auktion verschwindet, das Hotel wird von missgünstigen Gästen in Verruf gebracht, mache eine(r) wird ungerecht behandelt,  Kinder verschwinden und mitten drin Ernestine, die sich so ihre Gedanken zu allem macht.

Etwas Einblick in die Welt der 1920er-Jahre in Österreich findet sich in der Geschichte mit der Beschreibung des offen ausgetragenen Antisemitismus einiger der Protagonisten, etwas, das damals ganz und gäbe war und kaum Empörung auslöste.

Zum Schluss wird fast alles geklärt; weil Beate Maly aber so viele kleine Geschehnisse hineingepackt hat, bleibt manches quasi in der Luft hängen.

Ein recht netter „Krimi-Light“, der aber insgesamt wie eine Pflichtübung auf mich wirkt und in dem ich Überraschungen und Ideen vermisse.




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