Buchbesprechung/Rezension:

Christin Spalek: Die Beschützer des Weltraums

Die Beschützer des Weltraums
verfasst am 15.03.2024 | einen Kommentar hinterlassen

AutorIn & Genre: Kinderbücher, Spalek, Christin
Buchbesprechung verfasst von:
LiteraturBlog Bewertung:

Die Geschichte mutet fast ein wenig wie ein Märchen an. Im Weltraum lebt ein seltsames Wesen mit dem Namen Harmo-Nils. Ihm ist schrecklich kalt in dieser Dunkelheit und Einöde, in der er ängstlich und traurig sein Leben lebt.

„Er hatte fünf Augen, sieben Tentakel, ein riesiges Ohr und den Kopf voller Antennen.“

Als endlich nach langer, langer Zeit Sonnen entstehen, ist die Einsamkeit für Harmo-Nils vorbei, denn er wird von einer blauen Riesin zum Allizisten ernannt, dem Beschützer des Weltraums. Da sich die Sonnen nicht fortbewegen können, soll Harmo-Nils zwischen ihnen als Vermittler fungieren.

Auf seinem Weg zur nächsten Sonne, auf dem er durch seine Tentakelarme nur sehr langsam vorankommt, trifft er eine fliegende Untertasse, in der ein lustiger Kerl namens Stromer sitzt. Stromer mit seinem liebenswerten Sprachfehler hat kleine Stecker am Kopf und zwei Sprungfedern als Gliedmaßen.

Die fliegende Untertasse, mit der er sich schnell fortbewegen kann, nennt er Schleuderstern. Praktischerweise hat sie einen riesigen Staubsauger an Bord, mit dem er den Müll des Weltraums und auch den der Erde einsaugen kann, wie man später noch erfahren wird.

Harmo-Nils und Stromer verbünden sich und werden Partner. In ihrer Funktion als Allizisten reisen sie von nun an gemeinsam durch den Weltraum und erfüllen viele Missionen.

Eines Tages empfängt Harmo-Nils einen Hilferuf einer Sonne, genauer gesagt unserer Sonne.

„Doch nun heißt es der Sonne helfen! Kein Wunder, dass sie um Hilfe ruft. Das Reich der Sonne ist ziemlich eingestaubt. Kein Problem für die Allizisten! Der gute, alte Schleuderstern hat schließlich einen Staubsauger an Bord! Zack – schon hat Stromer einen Stecker mit der fliegenden Untertasse verbunden und den ganzen Weltraumstaub eingesaugt. Nun müssen die beiden nur noch Müllabfuhr spielen und den ganze Staub wegbringen.“

Als die beiden auf der Erde ankommen, treffen sie auf einen Jungen namens Roberto. Gemeinsam mit seinem Vater, der Polizist ist, schaffen sie es, die Menschen zu überzeugen, sich besser um die Erde zu kümmern. Sie versprechen schließlich von nun an besser auf ihren Heimatplaneten aufzupassen, weil das ja in Wahrheit ihre Pflicht ist.

Mein Fazit:

Das kleine Büchlein wirkt unspektakulär. Der Text kommt komplett ohne Kapitel aus, was für ein Kinderbuch eher ungewöhnlich ist. Für mich scheint es sich um eine Vorlesegeschichte zu handeln.

Die Geschichte ist fantastisch, aber mit so einigen wichtigen Informationen über unsere Welt und den Weltraum gespickt. Die Kinder lernen spannende Begriffe wie Kuipergürtel, Kometen, Schutzhülle der Erde, Sonnensystem, schwarzes Loch usw. kennen, die kindgerecht erklärt werden.

Richtig cool fand ich, wie Stromer mit seiner Untertasse die Müllberge auf unserer Erde beseitigen kann, auch im Wasser!

Unsere Erde wird also gerettet und die beiden Allizisten schaffen es am Ende, die Menschen davon zu überzeugen, die Löcher in den Wäldern zu stopfen und ihren Dreck in Zukunft immer aufzuräumen. Ich habe dieses Happy End für unsere Welt echt geliebt.

Ehrlich gesagt stand ich der Geschichte zu Beginn sehr skeptisch gegenüber. Dabei ließ ich mich vielleicht auch von dem einfachen Büchlein mit den kleinen, ein wenig ungeschickt wirkenden Zeichnungen, zu sehr beeindrucken.

Da meine Kinderjury beim Vorlesen aber so positiv auf den Text reagierte und von der Geschichte wirklich begeistert war, gebe ich gerne 4 Sterne.

Die Kinderjury im Alter zwischen 8 und 10 Jahren hätte aber eindeutig 5 Sterne




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