Harold R. Foster: Prinz Eisenherz

Zwei Jahre nachdem Prinz Eisenherz das Comic-Held das Licht der Welt erblickte, ist er bereits der Jugend entwachsen und inmitten der Welt der Helden und Ritter angekommen.

In den Jahre 1939 und 1940 wurde Eisenherz von seinem Schöpfer Harold R. Foster in die weite Welt geschickt, um dort Abenteuer zu bestehen und für die Schwachen zu kämpfen.

Aus den weltpolitischen Ereignissen dieser Jahre Jahre mag sich auch die Geschichte von Eisenherz‘ Kampf gegen die Hunnen ergeben haben. Während in der realen  Welt Hitler gerade von Deutschland aus die Welt in die Katastrophe steuert, tritt Prinz Eisenherz als Retter Europas vor den heranstürmenden Hunnen auf.

Das erledigt der tapfere Prinz in wenigen Monaten, er weist die Aggressoren in die Schranken – etwas, das der wirklichen Welt im Jahr 1939 leider nicht vergönnt war. Eisenherz bleibt aber fortan der Beschützer der Unterdrückten.

Der Einfall der Hunnen ist nicht der einzige historische Bezug, den Harold R. Foster in den Eisenherz-Geschichten in diesen beiden Jahren nimmt. Eisenherz und die beiden Ritter Gwain und Tristan reisen nach Rom und geraten dabei inmitten in die Auseinandersetzung zwischen Kaiser Valentinian II und dem Feldherren Aetius. Die Folgen der Ermordung Aetius‘ besiegelten schließlich das Ende des Weströmischen Reiches im Jahr 455.

Das heldenhafte Verhalten der Ritter erinnert ein wenig an die Mantel- und Degenfilme mit Erroll Flynn, der in seinen Rollen auch stets lachend und fröhlich in die Schwertkämpfe ging. Das mag uns heute ein wenig befremdlich erscheinen, ist aber natürlich eine gerne genommene Zutat für Geschichten über Ritter. Nur eines ist Eisenherz nach wie vor nicht vergönnt: die große Liebe zu finden …



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