Harold R. Foster: Prinz Eisenherz
Jahrgang 1937/1938

Ein nostalgischer Blick zurück: Prinz Eisenherz habe ich meiner meiner Kindheit gelesen – doch wie bei so vielem, was einen als Kind begeistert, ging das Interesse im Laufe der Jahre verloren.

Von Rittern und Helden, von wunderschönen Prinzessinen und alten Zauberern, von hinterlistigen Hexen und dunklen Bösewichten. „Prinz Eisenherz“ bringt die Sage von König Artus und der Tafelrunde in die Welt der Comic.

Von Abenteuern mit Rittern und Burgen zu lesen war damals für mich die Gelegenheit, mich in alte Welten zu versetzen, lange bevor mir klar war, dass die Abenteuer des jungen Prinzen doch recht brutal waren und dass die Zeit der Ritter wohl nicht ganz so edel und großmütig war, wie es Harold R. Foster in seinen Comic-Strips zeichnete. Nebenbei: diese Zeichnungen sind unglaublich detailreich, viel mehr als man es von den meisten anderen, mehr flächig gezeichneten Comics gewohnt ist.

Diese im Bocola Verlag erscheinende Gesamtausgabe der Eisenherz-Abenteuer ist wirklich gut gelungen: in diesem ersten Band der ist neben den Comic aus den Jahren 1937-1938 auch eine kurze Biographie von Harold R. Foster und eine Chronik der Publikationen von „Prince Valiant“ enthalten. Das Blättern direkt von einem Abenteuer zum nächsten ist natürlich auch ein ganz anderes Erlebnis, als von einer Woche auf die nächste warten zu müssen, wie die Geschichte weiter geht.

Band 1 beginnt mit der Flucht von Eisenherz‘ Familie und erzählt dann von seinen ersten Abenteuern als Knappe des berühmten Ritters Gawain und von Eisenherz‘ erste große Liebe zur schönen Ilene. Weil diese Strips sehr lange erschienen, bevor ich überhaupt auf der Welt war, ist der Inhalt für mich ganz neu, gewissermaßen ein persönlicher Neustart mit Prinz Eisenherz.

Meine Erwartungen haben sich vollständig erfüllt, es werden wohl noch weitere Bände den Weg in meine Sammlung finden :-)



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