Charles M. Schulz: Peanuts Werkausgabe 5: 1959 - 1960

1959 ist das zehnte Jahr der Peanuts.

Sehr zu meiner Freude spielt Snoopy, der Beagle, nun eine weitaus größere Rolle als zu Beginn der Serie. Wie Schulz den kleinen Hund denken lässt, wie er Snoopy die Welt betrachten lässt – das ist eine ganz großartige Schilderung dessen, was Menschen oft denken, wie Hunde denken und fühlen, wenn man ihnen zusieht. Dann neigen wir Menschen ja bekanntlich dazu, das Verhalten unserer Hunde zu vermenschlichen und, das ist dann ganz logisch, ich finde mich selbst sehr oft in den Comic-Strips wieder, wie ich mir vorstelle, was meine Hunde gerade denken :-).

10 Jahre und tausende dieser Strips und noch immer sind die Geschichten so frisch und so originell (und so klug) wie am ersten Tag. Toll, wie Charles M. Schulz aus den Entwicklungen des Alltages immer wieder Neues in die Welt der Peanuts übernimmt. Charlie Brown und seine Freunde sind damit auch Chronisten ihrer Zeit. Denn natürlich hat sich seit dem Jahr 1950 viel geändert: die ersten Menschen sind ins All geflogen, Kennedy wurde gerade zum Präsidenten gewählt, der Kalte Krieg ist auf dem Höhepunkt, die Berliner Mauer wird errichtet und manchmal regt sich sogar schon Widerstand gegen den Bau neuer Straßen.

Ein wenig von alledem findet auch Eingang ins Leben der Peanuts, behutsam vermengt mit den Alltagssorgen der kleinen Menschen.

Und Zuwachs haben die Peanuts auch bekommen: Sally, die kleine Schwester von Charlie Brown.

Die Werksausgabe der Peanuts umfasst 25 Bände (2 Jahre pro Band). Ob ich alle lesen werde, das lässt sich zwar noch nicht sagen – aber ein paar weitere müssen es auf jeden Fall noch werden …



Einen Kommentar hinterlassen

* erforderlich. Beachten Sie bitte die Datenschutzerklärung


Top