Martin Zimmermann: Die seltsamsten Orte der Antike
Gespensterhäuser, Hängende Gärten und die Enden der Welt

verfasst am 10.03.2019 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Geschichte, Zimmermann, Martin

Geschichtsträchtiges abseits der „Großen“ Geschichte. Auch wenn unser Geschichtswissen sich vor allem um Schlachten, Herrscher und Eroberungen dreht, so war auch die Antike – natürlich – eine Zeit des täglichen Lebens. Und so wie heutzutage vergingen die Tage, Wochen und Jahren vor allem mit vielen Dingen, die zwar für die Historie keine Bedeutung erlangten, für die Menschen der Zeit aber sehr wohl.

„Die seltsamsten Orte“ ist dabei ein eher irreführender Titel für dieses Buch. Denn es sind bemerkenswerte, vergessene, mythische, unbekannte Orte und Örtlichkeiten, um die es hier geht.

In einer Mischung aus Fakten, sich darum rankenden Legenden, Erzählungen über damals und über heute, berichtet Martin Zimmermann in kurzen, wenige Seiten langen Kapiteln, von Städten und Dörfern, von Heiligtümern und Orten des täglichen Lebens. Quer durch die Alte Welt zieht sich die Spur der zwar nicht immens bedeutsamen, dafür aber umso interessanteren Themen, die insgesamt einen sehr erhellenden Blick auf die Antike eröffnen.

Zu den historischen Eckpunkten eines viele hundert Jahre andauernden Abschnittes der Geschichte gesellen sich so viele kleine Ereignisse, viele unerwartete Erkenntnisse, einige Richtigstellungen und für mich gänzlich neues Wissen – alles zusammen macht das für mich die Vorstellung von der damaligen Zeit um einiges klarer; eine Annäherung, um das Leben der Menschen der Antike besser zu verstehen.

Wer also schon viel über die Geschichte der Antike von Rom bis Athen, von Babylon bis Karthago gelesen hat, kann mit Hilfe dieses Buches das Wissen und Verständnis über die Zeit vertiefen. Die Lücken, die zwischen den großen Ereignissen der Geschichte bestehen, lassen sich mit diesem Buch über die in deren Schatten verborgenen Geschichten ein wenig schließen.

Dass dabei maches mehr und manches weniger interessant aufbereitet ist, ändert insgesamt kaum etwas daran, dass „Die seltsamsten Orte der Antike“ ein Buch ist, das Geschichte auch ansonsten weniger daran interessierten Menschen nahe bringen kann.



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