Jörg Albrecht: Anarchie in Ruhrstadt

verfasst am 07.01.2015 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Albrecht, Jörg, Romane

Na das kann ja ab 2015 im Ruhrgebiet heiter werden: Hannelore Kraft wird abgewählt, stattdessen übernimmt ein wenig erfolgreicher Schriftsteller das Ruder und legt die Städte des bevölkerungsreichsten Bundeslands gleich mal zusammen, nur um sie dann in Zonen einzuteilen.

Eine für Modeschöpfer, eine Zone für Schriftsteller, eine für Musiker etc. es ergeben sich Kulturkolchosen als anarchisches Konzept.

In den darauf folgenden 30 Jahren kippen die gewesenen Anarchisten in ähnliche Strukturen, wie ihre Vorgänger. 10-Jahresfeiern und Verwaltungsgebäude inklusive.

Der Text rast durch die Handlung – Lesen wie das Zappen im TV: Ein Satz, schnelles Bild, weiter gehts. Auf Dauer ist es so anstrengend wie auf einer Ruhrgebietsautobahn. Ohne Stau.

Ein Buch für Menschen, die das Ruhrgebiet kennen, trotzdem mögen und auf der Buchstabenautobahn rasen wollen.
Schöne Idee, schöne Sprache, konsequent durchgezogen.



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