Cornelia Briend: Brombeerblut

verfasst am 06.10.2014 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Briend, Cornelia, Historienromane

Diese große Saga über das Irland zur Wikingerzeit, spielt im Jahr 982 nach Christus und handelt von der jungen Ceara. Sie ist eigentlich Häuptlingstochter, doch niemals anerkannt von ihrem Vater, da dieser glaubt seine Frau habe ihn betrogen. Ihre Mutter Orla beschließt, sie als Kleinkind zu einer befreundeten norwegischen Siedlerfamilie in die Normandie zu schicken, um sie aus dem Einflussbereichs ihres Vaters, des Häuptlings Brendan mac Cuinn, König der Ifernan, zu bringen. Begleitet wird sie nur von der Kinderfrau Aine, ihre Mutter begibt sich in ein Kloster.

Als Ceara ins heiratsfähige Alter kommt, erhebt Brendan doch Ansprüche auf seine Tochter. Da seine anderen Töchter noch zu jung sind will er Ceara mit Olcán, Prinz der Fidgente, vermählen um ein Bündnis zu festigen.

Für Ceara beginnt damit eine spannende und gefährliche Zeit in Irland, ein Land das ihr fremd ist, Gebräuche die ihr fremd sind, eine Sprache die sie zwar versteht, die ihr aber dennoch fremd ist.

Ihr Verlobter Olcán ist ihr von Beginn an unheimlich und ihre Vorahnung bestätigt sich schon bald. Auf dem Weg in seine Burg versucht er sie umzubringen und sie kann sich schwer verletzt ins Dickicht des Waldes retten. Sie sieht noch dass ihre Kinderfrau und einzige vertraute dem Gemetzel von Olcán zum Opfer gefallen ist und verliert dann das Bewusstsein.

Gefunden und gesund gepflegt wird sie von Finn mac Cein, Clanführer der Dubcron dem Volk der verfeindeten Corco Mruad angehörig.
Schon bald findet sie heraus dass die Feindschaft auf gegenseitigen Missverständnissen und unwahren Vorwürfen beruht, geschürt von ihrem ehemaligen Verlobten Olcan.

Ceara hat eine besondere Gabe. Sie kann alles was sie einmal gesehen hat in detailgetreuen Bildern und Portraits festhalten. Durch diese Gabe kommt sie schließlich Finn näher und sie verlieben sich ineinander. Bis die beiden jedoch ihre Liebe auch leben können muß noch vieles geklärt und müssen Feinde besiegt werden.

Dieser historische Roman hat mich regelrecht gefesselt! Er ist äußerst gut recherchiert und man erfährt vieles über die irischen Bräuche und die Geschichte Irlands.

Auch die Sprache in der das Buch verfasst ist hat mir sehr gefallen. Es liest sich so schön und flüssig zum Teil richtig poetisch, jedoch niemals kitschig und auch nicht schwer verständlich!
Gratulation an die Autorin, ich gebe volle Sternezahl!


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