Der Machatschek: Freie Liebe oder der König von Rio

verfasst am 07.04.2014 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Der Machatschek

Der MachatschekDer Machatschek ist verliebt. Still und  hoffnungslos. Die Lisi, die sich derzeit in Rio um arme Waisenkinder kümmert, weiß nichts von ihrem Glück. Wie denn auch – das Gefühl der Liebe hängt im Herzen des müden Machatscheks wie eine hartnäckige Sommergrippe. Doch dann überfällt den Ex-Baufirmeninhaber eine seltsame Intuition und schon ist er auf dem Weg nach Brasilien.

Zu dem „…und schon ist er auf dem Weg nach Brasilien“ gibt es allerdings eine Vorgeschichte. Und die ist zäh. Zumindest beschreibt der Begriff  „zäh“ den geistigen und körperlichen Zustand Machatscheks. Aufgrund enormen Schlafentzuges taumelt er durch die Welt, müde und kraftlos. Rennt gegen Verkehrsschilder, fällt auf die Straße. Aber er hat Glück. Tagtäglich. Übermenschlich schon seine Überlebenstriebe. Es geht sich immer gerade noch aus, ohne dabei ein „Bangl“ zu reißen. Und das ist gut so.  Er wird noch gebraucht. In den Slums von Rio.

Dort kämpft die Lisi gegen die Schließung eines Waisenhauses.  Unterstützt wird sie von Pedro, dem König von Rio. Er umwirbt Lisi nach allen Regeln der Kunst und dieser Mann ist für sie „eine Wundertüte voll traumhafter Überraschungen“. Der Maurer Machatschek hat zwar auch Eindrücke bei ihr hinterlassen, manchmal muss sie an ihn denken. Doch Predro lässt die Gedanken an ihn verblassen, Pedro Contraio ist souverän, aktiv und erfolgreich. Reich, nein stinkreich, ist er obendrein. Aber nicht das Geld zieht bei der jungen Österreicherin, sie fühlt sich geschmeichelt und na ja, verliebt halt?

Die Lisi hat selbst keine schöne Kindheit gehabt, das spornt sie im Kampf für mehr Hoffnung  der ihr anvertrauten Kinder gewaltig an.  Yasmin und Paco sind ihre besonderes schützenswerten Lieblinge.

Zu verbissen in der Abwendung der Räumungsklage sieht sie nicht, wer in den Slums von Rio den Krieg um die Grundstücke führt, und dass dies der wahre Grund ist, das Waisenhaus abreißen zu lassen.

Plötzlich erwacht im kaputten Machatschek ein Fünkchen Leben. Er nimmt Kontakt zu Schurli auf um bald darauf samt Vespa, Lärm und Liebeskummer nach Rio zu jagen.

Der Machatschek Band III ist ein echter „Trash-Roman“.

Witzig und originell!



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