Der Machatschek: Gott und die Welt

verfasst am 10.05.2013 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Der Machatschek

Gott und die WeltDer Machatschek sitzt gemütlich im Kaffeehaus als ihn der Dompfarrer des Stephansdoms völlig betrunken anlabert „di schickt der Himmel, ich bin am End.“ Wenn der Pfarrer mal am Ende ist dann muss es aber insgesamt schlecht um die Welt stehen. Der hat doch den himmlischen Beistand persönlich! Dem Dompfarrer ist im wahrsten Sinn des Wortes die Kirche abhanden gekommen und der bankrotte Maurer Machatschek soll ihm helfen, sie wieder zu finden :)

Der Stephansdom steht nicht mehr dort, mitten in Wien, wo normalerweise Tausende von Touristen mit ihren Fotoapparaten herumwuseln. Ein völlig neues Phänomen, mit dem Baumeister Machatschek, Kenner von Bauwerken aller Art, da konfrontiert wird!

Der Maurer hat allerdings andere Sorgen! Machatscheks Eltern werden in Chile entführt, die Geiselnehmer wollen Lösegeld. Es erreicht ihn – herrlich altmodisch – ein Telegramm. Papa schickt es, er bräuchte vorübergehend 30 Millionen Euro.

Der Dompfarrer legt ein Flasche Whiskey nach und verspricht dem Machatschek, ihm 30 Millionen Euro zu schenken. Unter seiner Brille verschanzt wird der Machatschek plötzlich munter und ist ganz Ohr. „Machatschek, i schenk da des verdammte Göd. Im Steffl isses.“

Und schon geht die Verfolgungsjagd los. So ein Riesengebäude kann doch nicht einfach mir nix – dir nix – verschwinden! Eine mysteriöse Reise führt Machatschek und den Pfarrer bis  nach Rom.

Dem Steffl, dem hat es nämlich gereicht! Ungläubiges Volk da in Wien!
Er reist zu seinem Freund nach Rom.  Niemandem fällt dort auf, dass ein Dom durch die Stadt spaziert. Das wird aber leicht verständlich, wenn man bedenkt, dass wenn jemand gläubig ist, dann sind es die Menschen in Rom. Die Römer glauben einerseits das, was der Papst sagt und andererseits, was sie täglich sehen. Das scheint ein gewisses Maß an Schizophrenie zu erklären.

Allerdings werden die Römer dann doch etwas unrund! Denn der Steffl ist eine sehr auffällige Schönheit! Dann sitzt dieser auch noch mit dem Peda, dem Petersdom –  Amtskollege, guter Freund und sowieso so was wie ein Superstar in der Kirchenszene –  gemütlich in einem Cafe und trinken Cappuccino! Welche Wiedersehensfreude! Das schreit förmlich nach feiern!

Wenn sich jemand mit Gott anlegt, dann ist auch der Teufel nicht weit! Und da steht Franz Joseph Machatschek mitten in Rom in der Höhle des Löwen! Und hier findet der härteste Kampf seiner Reise statt, denn Gott übt seine gewaltige Macht aus und zeigt der Welt, wer hier das Sagen hat!

Wer sich mit Gott anlegt, geht als Strafe durch die Hölle. Das gehört doch auch wieder mal klar gestellt!

Ein neuer genialer, herrlich komisch kritischer Roman aus der Reihe „Wiener Liederatur“.
Dazu wieder eine CD mit 9 Liedern, die – wie die geschriebene Geschichte selbst – ebenfalls zum Schmunzeln anregen.



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