Agatha Christie, Isabelle Bottier: Der Weihnachtspudding
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Buchbesprechung verfasst von: Andreas
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Dieser Band basiert auf einer Kurzgeschichte von Agatha Christie, deren längere Fassung 1960 im Sammelband The Adventure of the Christmas Pudding erschien, auf Deutsch unter anderem in Ein diplomatischer Zwischenfall. Eine erste, kürzere Version der Geschichte gab es allerdings bereits 1923.
Wie immer, wenn Hercule Poirot im Spiel ist, gilt es ein Verbrechen aufzuklären. In diesem Fall ist es aber kein Mord, sondern ein Diebstahl: Ein wertvoller Rubin wurde einem jungen Prinzen gestohlen und Poirot soll ihn möglichst diskret wiederbeschaffen.
Die Spur führt ihn zu einem traditionellen englischen Weihnachtsfest bei der Familie Lacey. Dort gibt es natürlich alles, was dazugehört – einschließlich Weihnachtspudding. Und weil bei Hercule Poirot bekanntlich selbst ein beschauliches Fest nicht einfach nur beschaulich bleiben kann, taucht bald mehr als ein Rätsel auf. Auch die jungen Leute im Haus spielen dabei eine nicht ganz unwesentliche Rolle.
Eine Geschichte, die sich für viele Altersklassen eignet (der Verlag empfiehlt ab 12 Jahren), denn diesmal findet sich kein Gift, kein Messer … nun ja, ein wenig Blut gibt es schon, aber das ist halb so schlimm. Eine amüsante, leichte Cosy-Crime-Kurzgeschichte von Agatha Christie mit einem Hercule Poirot, der sich diesmal auf ganz ungewohnte Mitspieler verlässt.
Sehr gut dazu passen die Zeichnungen von Alberto Taracido. Sie sind nicht übermäßig detailreich und verlieren sich nicht in aufwendigen Hintergründen. Aber gerade das, worauf es ankommt, trifft er bestens: die weihnachtliche Stimmung des englischen Herrenhauses, die Charaktere und natürlich Poirot selbst. Text und Zeichnungen ergänzen sich wunderbar und machen aus der kurzen Geschichte einen sehr stimmigen Comic.
Und das alles, damit ein Weihnachtsfest, das durchaus böse hätte enden können, für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Natürlich auch für die Bösen. ;-)