Buchbesprechung/Rezension:

Alexander Lernet-Holenia: Die Inseln unter dem Winde

Die Inseln unter dem Winde
verfasst am 07.04.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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[Gesamt: 2 Durchschnitt: 5]

Who is Who?
Nicht im Sinne irgendeiner Klatschgeschichte, sondern im eigentlichen Sinn: Wer ist wer?

Das wäre ein passender Untertitel zu diesem Roman aus dem Jahr 1952, dessen Inhalt in Wahrheit von Anfang bis Ende diffus und unübersichtlich bleibt. Womit Inhalt, Stil und Hintergrund in jeder Beziehung passend zusammenfinden.

Vielleicht kann man diesen Roman am besten als „Suspense-Thriller“ bezeichnen. Ein Begriff, der zwar zur Zeit des Erscheinens nicht erfunden war, heute aber passt. 

Es beginnt damit, dass Madeleine Farago ganz entgegen dem Willen ihrer Familie, einen Herrn namens Spangenberg in zweiter Ehe heiratet. Wer ist denn dieser Herr, was weiß man von ihm, welcher Profession geht er nach? Das nicht zu wissen, ist die Basis für diesen Roman.

Das Ehepaar plant, sich in Paris anzusiedeln, ein Haus wird gekauft und renoviert. Die Eheleute reisen aus verschiedenen Richtungen an, um einzuziehen, Madelaine trifft schon vor Spangenberg ein. Auf der Suche nach ihrem Ehemann trifft sie einen anderen Mann, der sich ebenfalls Spangenberg nennt, der sogar vorgibt am selben Tag wie ihr Ehemann geboren zu sein.

Madelaine erfährt von einer gänzlich ungeheuerlichen Begebenheit, die sie unsicher macht, unsicher machen muss, wer den nun der richtige ist. Ob es am Ende überhaupt zu einer Auflösung kommt und falls ja, ob diese dann die wahre ist – Lernet-Holenia lässt es offen.

Ein nicht allzu langer Roman, der vor allem aus weit ausholenden Erzählungen besteht. Dieses weite Ausholen ist hier jedoch nicht besonders erbaulich, denn ganz anderes als sonst, verliert sich Lernet-Holenia allzu sehr in Nebensätzen und zu vielen Worten.

Dazu trägt leider auch seine geschliffene Sprache bei, die meine Ungeduld noch verstärkt, die sich langsam steigert, weil außer vielen Worten so gar nicht weitergeht. Obwohl ich Lernet-Holenias Roman ansonsten mit Freude und Begeisterung lese, legen ich diesen nach dem letzten Kapitel zur Seite, ohne dass er einen bleibenden Eindruck hinterlässt.




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