Burkhard Schulze Darup: Grenzen der Gier
Die Energiewende - hart an der Wirklichkeit

verfasst am 15.08.2015 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Schulze Darup, Burkhard, Thriller

Das Thema: hochaktuell! Genau jetzt leben wir in einer Zeit, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Zukunft unserer Energieversorgung und – nichts weniger – damit verbunden die Zukunft der Menschen. Dass in so einer Zeit des Umbruches mit harten Bandagen gekämpft wird, das ist klar; denn es geht um viel Geld und um Macht und Einfluss.

„Grenzen der Gier“ könnte der Thriller zu diesem brisanten Thema sein: weltweit agierende Konzerne, die mit aller Macht jedes Mittel einsetzten um ihren auf fossilen Rohstoffen basierende Reichtum so lange wie möglich zu schützen; und kleine Gruppen, die mit ihren neuen Ideen und Technologien, mit ihrem Sinn für Verantwortung für die Zukunft,  genau diese Konzerne bedrohen.

Ein Buch, in dem nur sehr wenige Orte auf dem Globus nicht Schauplatz der Ereignisse sind:kreuz und quer über den Erdball reisen die Protagonisten. Nicht immer ist ersichtlich, warum gerade dieser oder jener Ort, aber dies vermittelt wohl die weltumspannende Bedeutung des Thema „Energiewende“.

Während einzelne alles daran setzen, für ihre neuen Ideen, ihr Verständnis von der sauberen und nachhaltigen Zukunft der Zivilisation immer neue Mitstreiter zu finden, wird im Verborgenen die Zerstörung der Ideen und der Vernichtung der damit verbundenen Menschen geplant; es ist die altbekannte zwischen den dunklen, beharrenden Mächten und die wenigen, die sich gegen das drohende Unheil stellen.

Warum es nicht der Thriller zum Thema wurde: da ist einmal die in dieser Form schon oft in Thrillern gelesene Guten-gegen-Böse Geschichte; die kleine Clique von Mächtigen, die in geheimer Runde das Schicksal der Welt steuern wollen; die Vielzahl der Orte und Menschen, die es durch ihre Menge verhindern, dass auch nur einer davon Profil oder Charakter bekommt; die Formulierungen, die man schon mehrfach in anderen Thrillern lesen konnte. Der Ausgang ist leider sehr vorhersehbar.

Die Idee hat mir sehr gut gefallen, die Umsetzung dann leider weniger.

Der die Realitätsnähe des Hintergrundes dieses Romanes bleibt jedoch unbestritten und augenscheinlich. Dazu auch einige Beispiele aus jüngerer Vergangenheit:


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