William Shakespeare: Romeo und Julia

verfasst am 10.10.2012 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Drama, Referate, Shakespeare, William

Romeo und Julia ist wohl eines der berühmtesten Stücke aus der Feder von William Shakespeare.  Schauplatz der Tragödie ist Verona und sie handelt von der Liebe zwischen Romeo und Julia, den Kindern zweier Familien, die seit langer Zeit verfeindet sind, den Montagues und den Capulets. Regelmäßig lassen sich Vertreter der Familien, bis hin zu den Dienern, zu Beleidigungen und Fechtkämpfen hinreißen.

I. Akt

Der erste Akt beginnt auf einem öffentlichen Platz auf dem sich Diener beider Häuser treffen und sich nach einem kurzen Streit bald in einem Kampf wiederfinden. Nach und nach finden sich immer mehr Vertreter der Familien, bis hin zu den Oberhäuptern, ein und beteiligen sich an dem Kampf.

Der Fürst von Verona ist außer sich vor Wut über diesen Kampf und verhängt eine Todesstrafe für derartige Vorfälle.

Romeo Montague war nicht bei dem Kampf und seine Eltern erkundigen sich nach ihm bei Benvolio, einem Neffen der Montagues. Sie erfahren, dass Romeo unglücklich in Rosalinde verliebt ist und einsam durch die Landschaft schlendert.

Am Abend geben die Capulets ein großes Tanzfest. Benvolio überredet Romeo mitzukommen, er soll sehen dass es in Verona auch noch andere Schönheiten gibt.

Romeo, Benvolio und Mercutio, Romeos bester Freund, sind maskiert und bereit auf das Fest der Capulets zu gehen. Die beiden Freunde versuchen Romeo aus der trübsinnigen Stimmung zu reißen, aber ohne Erfolg. Romeo behauptet sogar eine Vorahnung über seinen baldigen Tod zu haben.

Auf dem Fest heißt Capulet seine Gäste willkommen und Romeo erblickt Julia zu ersten Mal, er verliebt sich sofort in sie. Tybalt, ein Cousin Julias, erkennt ihn sofort und will einen Kampf beginnen, aber das Oberhaupt der Capulets kann dies noch verhindern und erklärt Tybalt Romeo habe die gleichen Gastrechte wie alle anderen.

Romeo hat sich inzwischen Julia genähert, wie von selbst finden ihre Hände zusammen und sie küssen sich. Nach einem kurzen Gespräch müssen sich die Liebenden wieder trennen. Romeo wird beim Verlassen noch aufgeklärt, dass es sich bei der bezaubernden Schönheit um die Tochter seiner Feinde handelt.

II. Akt

Der zweite Akt beginnt im Garten der Capulets. Romeo hat sich versteckt und Julia erscheint am Fenster. Romeo hört wie sie über die Liebe zu ihm spricht. Er tritt hervor und spricht ebenfalls von der Liebe zu ihr und Julia lässt sich mehrmals seine Liebe schwören. Die Liebenden verabreden sich am nächsten Morgen trauen zu lassen.

Romeo eilt zu Bruder Lorenzo und bittet ihn die heimliche Trauung vorzunehmen. Lorenzo kritisiert Romeo, weil dieser Rosalinde so schnell vergessen hat, stimmt aber zu in der Hoffnung die verfeindeten Familien würden durch diese Trauung den Streit beenden.

Auf einer Straße in Verona warten Mercutio und Benvolio und wundern sich wo Romeo bleibt. Romeo erscheint und die beiden Freunde nehmen Romeo ein wenig auf den Arm. Als Julias Amme kommt, muss sie sich noch von Mercutio beleidigen lassen, ehe sie von Romeo erfährt, dass die Trauung in einer Stunde bei Bruder Lorenzo stattfinden wird.

III. Akt

Der dritte Akt beginnt auf einem öffentlichen Platz in Verona. Benvolio und Mercutio unterhalten sich als Tybalt dazukommt und nach Romeo fragt. Romeo tritt ebenfalls auf und Tybalt fordert ihn zum Duell. Romeo lehnt ab weil er durch die heimliche Hochzeit nun mit ihm verwandt ist.

Mercutio mischt sich ein und beginnt mit Tybalt zu fechten. Romeo versucht zu schlichten und geht dazwischen, in diesem Moment tötet Tybalt Mercutio heimtückisch. Romeo außer sich vor Wut und Schmerz zieht seinen Degen, ersticht Tybalt und läuft Angesichts seiner Tat davon.

Das Volk kommt zum Schauplatz der Tat und auch die Oberhäupter der Familien. Benvolio berichtet über den Hergang. Lady Capulet fordert den Tod Romeos, der Fürst von Verona, ein Verwandter von Mercutio, lehnt das ab und bestraft ihn mit Verbannung weil Tybalt die Tat provoziert hat.

Inzwischen beim Haus der Capulets, Julia erwartet die Ankunft ihrer Amme. Als sie kommt, berichtet sie Julia, dass Romeo Tybalt erschlagen hat. Julia wird aber schnell klar, dass Tybalt der Provokateur gewesen sein muss. Da Romeo nun verbannt ist, glaubt sie ihre Hochzeitsnacht mit ihm nicht zu erleben. Die Amme bietet ihr an, ihn für diese Nacht zu ihr zu bringen.

Romeo hat sich bei Bruder Lorenzo versteckt. Er erfährt von seiner Verbannung und sieht in ihr eine schlimmere Bestrafung als den Tod, weil Verbannung eine Trennung von Julia bedeutet. Die Amme erscheint und Romeo glaubt ihr nicht, dass Julia sie geschickt hat. Er kann sich nicht vorstellen, dass sie den Mörder ihres Vetters noch liebt.

Lorenzo und die Amme können Romeo überzeugen, dass noch Hoffnung besteht, und schmieden einen Plan: Romeo soll Julia noch einmal treffen und sich dann nach Mantua begeben.

Der Graf Paris spricht mit Julias Vater und bittet ihn um ihre Hand. Das Oberhaupt der Capulets willigt ein und setzt die Trauung auf den kommenden Donnerstag an, in drei Tagen. Er weist die Gräfin Capulet an ihre Tochter zu informieren.

Romeo und Julia müssen sich nach der Hochzeitsnacht trennen. Julia versucht Romeo zu überreden bei ihr zu bleiben.Als dieser aber einwilligt und auch dafür sterben zu wollen, stimmt sie dem Abschied zu.

Die Gräfin sucht Julia auf um ihr den Entschluss ihres Vaters zu übermitteln. Julia ist außer sich und weigert sich. Ihr Vater kommt dazu und bringt sie mit Drohungen zum Schweigen. Ihre Meinung zählt hier nicht. Als die Eltern wieder gegangen sind, sucht Julia Rat bei Lorenzo.

IV. Akt

Der vierte Akt beginnt bei Lorenzo, der Graf Paris zu Besuch hat und von ihm gebeten wird die Trauung am Donnerstag zu vollziehen. Julia erscheint und spricht mit Graf Paris bis dieser voller Hoffnung geht. Julia bittet Lorenzo um Hilfe. Sein Plan ist, er gibt ihr einen Schlaftrunk, der sie 40 Stunden tot erscheinen lässt. Ihre Eltern werden sie bestatten und er wird Romeo informieren lassen, damit er sie aus der Familiengruft befreit. Julia willigt ein.

Als Julia wieder beim Haus der Capulets ankommt, willigt sie in die Hochzeit ein und ihr Vater lässt die Trauung vor Freude einen Tag vorverlegen.

Julia ist in ihrem Gemach und durchlebt Zweifel und Angst. Ihre Lieber ist aber stärker und trinkt das Mittel Lorenzos.

Die Amme findet die scheintote Julia. Capulet, seine Frau und Graf Paris kommen dazu und sind entsetzt. Lorenzo wird geholt und er fordert die Trauernden auf, Fassung zu bewahren und Julia in die Familiengruft zu bringen.

V. Akt

Der fünfte und letzte Akt beginnt in Mantua auf einer Straße. Romeo hatte einen Traum in dem er sich tot sah und von Julia wieder zum Leben erweckt wurde. Ein gutes Zeichen ist er sich sicher.

Er erwartet Nachricht von Lorenzo, stattdessen kommt Baltasar, Romeos Diener und erzählt vom Tod Julias. Romeo beschließt spontan Julia zu folgen um im Tod mit ihr vereint zu sein.

Von einem Apotheker kauft er ein Gift und macht sich auf den Weg zur Gruft der Capulets.

Lorenzo erfährt, dass seine Nachricht nicht an Romeo übermittelt wurde. Er eilt zur Gruft um Julia, die bald erwacht, aus der Gruft zu befreien und bei ihm zu verstecken.

Graf Paris bringt gerade Blumen für Julia auf den Friedhof als sein Diener jemanden kommen hört. Sie verstecken sich und beobachten Romeo beim Aufbrechen der Gruft. Paris tritt aus seinem Versteck und stellt Romeo zu Rede. Romeo bittet ihn aus dem Weg zu gehen, da er ihn sonst töten werde.

Paris bleibt standhaft und weicht nicht von der Stelle. Die Degen werden gezogen und die beiden kämpfen. Paris stirbt und äußert den Wunsch neben Julia zu liegen. Romeo erfüllt ihm diesen Wunsch, betrachtet noch einmal sein große Liebe und trinkt das Gift.

Lorenzo trifft ein, als Julia erwacht und den toten Romeo entdeckt. Er flieht aber als sich Wachen der Gruft nähern. Julia küsst Romeo und ersticht sich mit seinem Dolch. Wachen und das Volk eilt herbei.

Lorenzo kommt zurück und schildert die Vorkommnisse den Oberhäuptern der Familien. Erschüttert versöhnen sich die Widersacher und beschließen den Liebenden ein Denkmal zu errichten.


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