Peter Schmidt: Einsteins Gehirn

verfasst am 06.10.2012 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Schmidt, Peter

Der 14jährige Albert hat einen hohen IQ. Er zitiert Philosophen, setzt sich mit Quantenphysik auseinander und hinterfragt Theorien über den „freien Willen“ des Menschen.  Albert zweifelt daran, dass sein Vater  sein wahrer Erzeuger ist. Eventuell ist er ein Kuckucksei?

Im Keller verwahrt Pottkämper Senior eine Stickstoffflasche mit dem Aufkleber „Eigentum des Pricenton Medical Center, New Jersey“, versendet 1993 von New York nach Frankfurt. Daraufhin beginnt für den jungen Burschen eine Odyssee.

Der alte Pottkämper ist – würde sein Sohn zumindest so formulieren – nicht gerade der Hellste. Albert jedoch blitzgescheit. Zugegeben, betreffend seiner gigantischen Kunstsammlung – afrikanische Kunstwerke, Vasen aus verschiedenen chinesischen Dynastien und Bilder – scheint der Vater ein intelligenter Steuerbetrüger und begnadeter Gauner zu sein. Er ist vermögend, kassiert aber staatliche Hilfe, damit ihn das Finanzamt in Ruhe lässt.

Immer wieder fragt Albert nach, was es mit der im Keller verwahrten Stickstoffflasche auf sich hat und gescheit wie er ist, weiß er natürlich, dass der berühmte Albert Einstein in New Jersey geforscht hat. Dafür erntet er seitens des Vaters höchstens die Bemerkung „Klugscheißer“.

Dann nimmt Alberts Leben plötzlich eine Wende. Seine Schwester Anja ist mit dem Schlagersänger Herbert abgebogen und immerhin, er über 50 und sie noch minderjährig! Alberts angeblicher Erzeuger macht mit seinem Sohn einen Deal. Wenn er seine Schwester Anja zurückbringt, wird ihm sein (?) Vater einen Job als Universitätsassistent auf der Universität verschaffen.

Albert lässt sich gleich auch seinen Reisepass aushändigen. Könnte ja sein, man weiß ja nie, wohin die beiden sich abgesetzt haben.

Er lässt den Auftrag, seine Schwester Anja aufzustöbern, bald schleifen. Er will die Herkunft nach seinem wahren Erzeuger herausfinden. Das führt ihn bis in die USA, wo er aufgrund seiner Intelligenz in diverse Fernsehtalkshows eingeladen wird, mit dem Dalai Lama über  Moral diskutiert und Präsident J. W. Bush Tipps gibt, wie er seine Politik moralisch gerecht führen könnte (das natürlich ganz im Vertrauen).

Albert Einstein, Schöpfer der Relativitätstheorie, starb 1955. Der Pathologe Thomas Harvey hat das Gehirn des Genies gestohlen. Er wollte es für die Nachwelt aufbewahren. Harvey hat das Gehirn vermessen, zerschnitten und für Untersuchungen in Gläser konserviert.

Doch es gab noch weitere Verehrer des Quantenphysikers. Einer davon beauftragte den Ganoven Edwin Klein (oder hieß er Pottkämper) , das Gehirn in seinen Besitz zu bringen.
Bei dem Deal muss ordentlich was schief gelaufen sein…

Ein witziges Buch, im Verlauf der Geschichte laden kuriose Überraschungen zum Lachen ein! Sehr unterhaltsam!


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