Buchbesprechung/Rezension:

Sophie Bonnet: Provenzalische Kälte
Ein Fall für Pierre Durand (12)

Provenzialische Kälte
verfasst am 25.10.2026 | einen Kommentar hinterlassen

Autorin/Autor:
Genre:
Buchbesprechung verfasst von:
LiteraturBlog Bewertung:

Online bestellen:   zum Thalia online-Shop zum Amazon online-Shop
Schon selbst gelesen? Gib hier Deine Bewertung zum Buch ab!
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Üblicherweise ermittelt Pierre Durand in der sommerlichen Hitze, diesmal erleben wir den Winter in der Provence, denn das Verbrechen keine Pause.

Zunächst beschäftigt eine Serie von Einbrüchen in Ferienhäuser die Polizei. Verdächtig ist, dass der überwiegende Teil der Tatorte von ein und der selben Sicherheitsfirma überwacht wird. Aber sonst hat die Ermittlertruppe unter der Leitung von Capitaine Antoine Gaillard von der Gendarmerie, der wegen seiner Ortskenntnis auch Pierre Durand angehört, wenig vorzuweisen. Die Einbrecher gehen höchst professionell vor und hinterlassen keine Spuren, so als hätten sie dieselbe Ausrüstung wie die Kriminaltechnik.

Wenig später gibt es bei einem weiteren Einbruch den ersten Toten. War der Hauseigentümer Thomas Garcin ein Zufallsopfer? Denn eigentlich sollte Garcin auf einem Kongress in Lyon sein. Hat er, wie seine Ehefrau vermutet, eine Geliebte? Warum haben die Einbrecher ihren modus operandi geändert?

Fragen über Fragen, denen akribisch nachgegangen werden muss.

Als sich herausstellt, dass der Tote, Direktor und Arzt in einem bekannten Kurhaus, einem möglichen medizinischen Skandal auf der Spur gewesen sein könnte, wird Durand der Kollegin Lieutenante Jeanne Fenech zugeteilt, deren forscher Umgang mit Kollegen gefürchtet ist. Nun müssen die beiden ungleichen Ermittler, ob sie wollen oder nicht, zusammenarbeiten.

Wie der Prolog in die Serie der Einbrüche passt, erschließt sich uns Lesern im Laufe des Lesens und eröffnet einen weiteren Erzählstrang, der zahlreiche Vermutungen aufkommen lässt, die letztlich zu einem gefährlichen Einsatz führen. 

Meine Meinung:

Ich kenne diese Reihe rund um Pierre Durand, der vor vielen Jahren seinen Job als Commissaire in Paris an den Nagel gehängt und gegen den Posten des Chef de police municipale, getauscht hat, seit Beginn an. Obwohl er sich in der Rolle als Gemeindepolizist in Sainte-Valérie recht wohl fühlt, wird er immer bei komplexeren Verbrechen, die eine besondere Ortskenntnis benötigen, beigezogen. Da kann er seine Fähigkeiten wieder unter Beweis stellen. 

Wir können eine berufliche Laufbahn ebenso wie die Entwicklung seines Privatlebens verfolgen, das aktuell durch das plötzliche Auftauchen von Alain, seinem schwerkranken Vater, turbulent verläuft. Gut, dass es mit Pierres Ehefrau Charlotte und Audrey, Alains Freundin, zwei Frauen gibt, die zwischen den beiden Kampfhähnen vermitteln.

Neben dem üblichen Kompetenzgerangel der französischen Polizeieinheiten, das hinlänglich bekannt ist, erhalten wir diesmal Einblick in das französische Gesundheitssystem, das zu den besten der Welt zählt, aber auf Grund der wachsenden Kosten Einsparungen in allen Bereichen vornehmen muss. Auch die Kuranstalt in der Thomas Garcin Direktor gewesen ist, ist davon massiv betroffen. 

Wie wir es von Sophie Bonnet gewöhnt sind, gibt es neben den fesselnden Handlungssträngen rund um die Verbrechen und deren Auflösung, auch immer wieder kulinarische Highlights wie man an den am Ende angeführten Rezepten sehen kann.

Wenn man die aktuellen Nachrichten verfolgt, könnte man glauben, dass Frankreich die Hochburg des Verbrechens ist. Auch in einigen der französischen Krimi-Reihen, scheint sich dieser Eindruck zu bestätigen. Noch halten Pierre Durand & Co. dagegen. Die Frage ist, wie lange noch?

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 12. Fall für Pierre Durand, der wegen seiner komplexen Handlungsstränge bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Top