Buchbesprechung/Rezension:

Manfred Baumann: Salzburgkiller
Kommissar Merana (13)

Salzburgkiller
verfasst am 16.08.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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Ein aufstrebender Kabarettist liegt erstochen mitten auf der Bühne. Schauplatz des Verbrechens ist die Seebühne von Seeham, dort, wo der Künstler tags zuvor noch die Premiere seines neuen Programmes feierte.

Kommissar Merana steht gerade in einer Schulklasse, um Schülerinnen und Schülern Fragen über die Polizeiarbeit zu beantworten, als er an den Tatort gerufen wird. Auch wenn er lieber bleiben würde, die Pflicht ruft. Aber er verspricht, wiederzukommen, denn es gibt sicher noch viele Fragen zu beantworten.

Ein Künstler ist tot, erstochen, und was liegt näher, als im Umfeld des Kulturbetriebes zu ermitteln. Genau das ist der erste Ermittlungsansatz des Teams rund um Merana, das für diesen Fall auch Verstärkung von anderen Abteilungen erhält. Denn immerhin war der Ermordete ein aufgehender Stern in der Unterhaltungsbranche, das Fernsehen plante sogar für die kommenden Tage eine Aufzeichnung seines Programmes, das unter dem Titel „KI – Killer“ einem überaus aktuellen Thema widmete.

So ein Mordfall erregt natürlich die Aufmerksamkeit der Medien und der Politik und alle erwarten rasche Ergebnisse. Gut, dass sich Merana von solchen Äußerlichkeiten nicht unter Druck setzen lässt.

Schon die Suche nach dem Motiv ist nicht einfach. Fühlte sich jemand beleidigt, gab es Neid oder Eifersucht unter Kollegen, war es ein zufälliges Opfer oder war der junge Mann Opfer eines gezielten Anschlages? Viele Gespräche, aber wenig Erkenntnisse: so kann man das zusammenfassen, was folgt.

Aber vielleicht bringt ja ein weiterer Mord den Durchbruch? Ein zweites Opfer wurde ganz offensichtlich vom selben Täter umgebracht, alle Spuren weisen darauf hin.

Wie soll ich beginnen, um meine Eindrücke zu beschreiben?

Vielleicht so: Manfred Baumann hat viel rund um seinen Hauptdarsteller und die Stadt Salzburg zu erzählen. In diesem 13. Fall für Merana ist als diese ominöse „Künstliche Intelligenz“ das zentrale Thema, wobei man sich schon gedulden muss, bis der Krimi überhaupt dorthin gelangt. Denn zunächst ist da nur der Titel „KI – Killer“ des Kabarett-Programmes, der darauf hinweist. 

Denn, das ist auch schon mein Fazit, die Handlung schlängelt sich sehr träge dahin. Zwischen den bei Merana-Krimis üblichen ausgedehnten Spaziergängen durch Salzburg und anderen umfangreichen Nebenerzählungen finde ich leider nur mit Mühe eine Krimihandlung, die sich dann an einem sehr dünnen Faden vorwärts bewegt. Ich habe zwar nicht nachgezählt, aber mehr als ein Drittel des Romanes umfasst der eigentliche Krimiteil wohl nicht.

Als dann endlich etwas zum Thema „Künstliche Intelligenz“ Eingang in die Handlung findet, ist das doch – ich möchte mich beinahe entschuldigen, das so zu beschreiben –  recht simpel aufgebaut. Wie der Autor schreibt, hat er zum Thema recherchiert, es scheint mir aber, dass er dabei nicht so ganz den Zugang in die Materie finden konnte. 

Zusammengefasst:

Ich hatte auf eine raffiniert konstruierte Story samt Spannung gehofft und natürlich einen fachlich untermauerten Bezug zum Thema KI. Gelesen habe ich von alledem wenig; oder hat es sich einfach nur zwischen die (viel zu) vielen Zeilen der Drumherum-Geschichten versteckt?




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