Lutz Kreutzer : Der Dolomitenmörder
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Buchbesprechung verfasst von: Andreas
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Die Kulisse, in der sich alles abspielt, ist umwerfend und großartig, das Geschehen ist das genaue Gegenteil davon: düster und erbarmungslos.
Es geht in die Dolomiten, dorthin, wo man ls Bergwanderer oder Bergsteiger eine persönliche Art von Paradies finden kann. Die Menschen, die dort geboren sind und aufwachsen sind auf besondere Art mit ihrer Heimat verbunden.
Also eine Idylle ohne Makel?
Im Dunklen schleicht das Böse durch diese Landschaft und gerade der Alpinpolizist Eddy Zett ist ihm schon einmal begegnet. Zwanzig Jahre ist es her, dass er in Notwehr einen irren Wilderer erschoss. Einen Mann, der nicht nur Tiere aus reiner Lust tötete, sondern sich auch noch in unbeschreiblicher Weise an den Kadavern verging.
Dieses Kapitel schien mit dem Tod des Wilderers auf ewig abgeschlossen. Doch jetzt mehren sich die Funde von getöteten Tieren, die genau die Spuren aufweisen wie die zwei Jahrzehnte zuvor.
Was geht vor, wie kann es sein, dass sich die Verbrechen eines Toten nach so vielen Jahren wiederholen. Sie wiederholen sich nicht nur, jetzt geht es über das Töten von Tieren hinaus – jetzt geraten auch Menschen ins Visier eines Unbekannten. Wie hängen die Taten damals und heute zusammen?
Eddy Zett ist mit der Aufklärung des neuen Falles beauftragt. Es wird eine Ermittlung, die die Gefahr schnell und direkt in sein persönliches Umfeld bringt.
Lutz Kreutzer gelingt mit seinem Krimi eine, wie ich meine, sehr gut gelungene Zusammenführung der Welt der Berge und der Menschen die in dieser Landschaft aufwachsen mit der Welt des Verbrechens. Einen Aspekt lässt er auch immer wieder einfließen, nämlich den, dass die ganze Region vor etwas mehr als einhundert Jahren der Schauplatz eines erbarmungslosen Krieges war. Als Österreich und Italien in den Höhen der Dolomiten um jede einzelne Felsspitze kämpfen und zehntausende ums Leben kamen. Die Spuren dieses Gebirgskrieges findet man heute noch.
Spezielle Beachtung schenkt Kreutzer auch der Frage, wie wir von unserer Herkunft und den Menschen geprägt werden, mit denen wir aufwachsen. Wie viel Schuld tragen andere mit, was hat der, der zum mordenden Ungeheuer wurde ganz alleine zu verantworten.
In eine überaus rasante Story verpackt, ist Der Dolomitenmörder ein mitunter recht blutrünstiger Krimi (nichts für Leute mit sensiblem Magen). Für meinen Geschmack (was für ein Wort in diesem Zusammenhang – warum? Das wird nach im Buch lesen) mit manchmal schon etwas zu viel an barbarischer Grausamkeit.
Alles zusammen: Beste Krimi-Unterhaltung, spannend und temporeich!
PS: Wer sich von allem nicht abschrecken lässt: Alles dort, alle Schauplätze dieses Krimis, sind ist eine Reise wert; vor allem dann, wenn man die Dolomiten außerhalb der Ferienzeit besucht, wenn sich keine Touristenkolonnen durch und über die Berge quälen.