Günter Neuwirth: Totentrank
Christina Kayserling (4)
Autorin/Autor:
Genre:
Buchbesprechung verfasst von: Gertie
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Ein komplexer und facettenreicher Krimi mit zahlreichen spannenden Wendungen
Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, der ihr immer Stütze in ihrem anstrengenden Beruf als Kriminalbeamtin gewesen ist, quittiert Abteilungsinspektorin Christina Kayserling ihren Dienst und wagt in der Weststeiermark einen Neuanfang. Dort trifft sie nicht nur auf den charmanten Edgar, der an ihr interessiert zu sein scheint, sondern auch eine Witwe, die auf Grund ihrer MS-Erkrankung auf einem Rollstuhl angewiesen ist.
Obwohl Christina sich nie wieder mit Mord und Totschlag beschäftigen wollte, taucht sie in eine komplexe Reihe von nicht natürlichen Todesfällen ein, die sich bald als geschickte getarnte Giftmorde herausstellen.
Neugierig geworden, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren und recht bald ist klar, dass hier jemand auf Rachefeldzug ist und das Motiv in der Vergangenheit der Männer zu suchen ist, die mehr Täter als wahre Opfer zu sein scheinen. Als sie dann noch auf einen mysteriösen Selbstmord stößt, erschließt sich für Christina Kayserling das gesamte Ausmaß der Tragödie.
Meine Meinung:
Dieser vierte Krimi rund um die Kriminalbeamtin Christina Kayserling ist meisterhaft ausgeführt. Günter Neuwirth versteht es, seine Leser in die Intrigen der unterschiedlichen Charaktere einzubeziehen. Zahlreiche falsche Fährten, Verästelungen, scheinbare Nebensächlichkeiten und Andeutungen sowie Abgründe machen diesen Krimi zu einem komplexen Fall, der seinesgleichen nicht scheuen braucht.
Die unterschiedlichen Ansichten von Investoren, Baufirmen und Umweltschützern sowie Grundeigentümern, die ihr Land gerne an den Meistbietenden verkaufen wollen oder eben nicht birgt jede Menge Konflikte, für die der eine oder andere Beteiligte auch über Leichen geht.
Ich mag Günter Neuwirths Krimis, sind sie doch penibel recherchiert – diesmal ist der Schauplatz die Weststeiermark, des Autors Wahlheimat. Sie bestechen durch ausgefeilte Charaktere sowie feinen, manchmal auch schwarzen Humor.
Wer sich über das eigenartige Gebilde auf dem Cover wundert, dem darf erklärt werden, dass es sich hier um einen Klapotetz handelt, eine Vogelscheuche, die durch lautes Klappen die gefräßigen Vögel, die Weingärten und Obstgärten heimsuchen, vertreibt. Der Klapotetz ist vor allem in der Weststeiermark anzutreffen und gilt als deren Wahrzeichen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem komplexen und facettenreichen Krimi, der mit zahlreichen Wendungen für exzellente Krimispannung sorgt, 5 Sterne.