Buchbesprechung/Rezension:

Beate Maxian: Tod im Wiener Rathaus
Der 16. Fall für Sarah Pauli - Ein Wien-Krimi

Tod im Wiener Rathaus
verfasst am 25.04.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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Was verbindet Ilka Dorn, die vier Monate zuvor spurlos verschwand mit Ewald Schwab, der ermordet im Paternoster des Wiener Rathauses gefunden wird?

Die Frage muss beantwortet werden. Denn Schwab hat in einer seiner Taschen den Bibliotheksausweis von Ilka. Es dauert nicht lange, bis das inzwischen schon freundschaftlich verbundene Ermittlerduo Sarah Pauli – der Chefredakteurin des Wiener Boten – und Martin Stein – Chefinspektor beim LKA – die Verbindungen zwischen den beiden Fällen findet. 

Neben den beiden hat sich anscheinend noch ein mysteriöser Online-Journalist vorgenommen, über den Fall zu berichten. Unter einem erfundenen Namen postet der Unbekannte Informationen, die niemand außer der Polizei und Sarah Pauli kennen sollten. Darüber hinaus verbreitet er Bilder und angebliche Enthüllungen, die sich bald als Fake News herausstellen.

Im Zuge der Ermittlungen stellt sich überdies noch heraus, dass auch der vier Monate zurückliegende Selbstmord des Architekten Heinrich Frauscher in zunächst noch ungeklärte Weise mit den beiden anderen Fällen zusammenhängt. Zwei Todesfälle und eine vermisste Frau – hier ist ganz eindeutig mehr  im Gange, als nur ein ganz gewöhnliches Verbrechen.

Die Online-Propaganda, die massenhaften Verbreitung von Fake-News und die über die (a)sozialen Medien verbreitete psychische Gewalt rücken immer mehr in den Mittelpunkt unseres Alltags. Die Folge ist, dass immer mehr Autorinnen und Autoren diese Entwicklung und die damit einhergehende Bedrohung unserer Gesellschaft und Werte in ihren Romanen verarbeiten.

Hier beschreibt Beate Maxian einen Fall von gar gesteuerter Verleumdung und Verbreitung von Lügen über Opfer, die meist hilflos sind gegenüber Schmutzkampagnen, die aus der Tiefe des Internets über sie hereinbrechen.

Und wie ist der Krimi so?

Man muss die ersten fünfzehn Krimis mit Sarah Pauli nicht gelesen haben, um gleich in die Story hineinzufinden – aber es kann durchaus sein, dass manche Leserin und mancher Leser nach diesem Krimi sich die anderen auch gleich zulegen möchte.

Denn „Mord im Wiener Rathaus“ ist von Beginn an überaus unterhaltsam: Es geht flott dahin, ich habe beinahe das Gefühl mit Sarah Pauli selbst zu den Interviews zu fahren, an den Redaktionssitzungen teilzunehmen und mit Kommissar am Telefon die neuesten Informationen auszutauschen.

In allem, was man liest, lässt sich viel Bezug zur Realität erkennen. Ob es die Suche nach weitere Hinweisen ist oder die Beschreibung, wie ein Shitstorm angezettelt wird, dessen Wirkung bis zur Vernichtung von Existenzen reicht. Es ist nichts dabei, das man sich nicht auch in der wirklichen Welt vorstellen könnte!

Alles zusammen:

Den 16. Fall für Sarah Pauli kann ich einfach nur allen empfehlen, die wenig Freude mit blutrünstigen dafür umso mehr Freude an temporeichen Krimis haben; wer außerdem noch ein wenig Wien-Flair dazu bekommen möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Lesen!




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