Buchbesprechung/Rezension:

Ernest Nybørg: Anne Munk und der geraubte Wind

Anne Munk und der geraubte Wind
verfasst am 07.03.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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Autor Ernest Nybørg entführt uns in diesem Krimi an die Ostsee, wo ein finnischer Energiekonzern im dänischen Teil der Ostsee, einen Off-Shore-Windpark, plant. Die Verträge stehen kurz vor dem Abschluss, obwohl es Widerstand von der Bevölkerung und Naturschützern gibt.

Die Journalistin Lisbeth recherchiert in der Fabrik eines Energiekonzerns in Finnland, der sich auf Recycling von ausgedienten Windkraftanlagen spezialisiert hat, aber angibt, Forschung zu betreiben. Dann verschwindet sie spurlos. Beinahe gleichzeitig entdeckt man die Leiche eines Politikers, der gegen den Windpark ist.

Anne Munk von der Kripo Aarhus wird mit den Ermittlungen betraut, die sich aus mehreren Gründen schwierig gestalten. Zum einem hat Anne Munk keine Ahnung von Windkraftwerken und zum anderen wird sowohl gelogen was das Zeug hält, als auch bestochen und vertuscht. Ihre (und unsere) Wissenslücken was die Windkraft betrifft, werden von ihrem Freund teilweise geschlossen.

Diese detailreiche Informationen gehen zu Lasten der Spannung. Außerdem finde ich nicht angebracht, Kinder eine Leiche entdecken zu lassen.

Solche Kriminalfälle im Rahmen von Großprojekten gibt es doch zahlreich. Ob es um Straßen, Kraftwerke oder Fabriken geht – Die Machenschaften sind doch immer dieselben, wenn auch die Betreiber eines solchen Projektes immer wieder andere sind.

Die grundsätzliche Problematik, jede/jeder will immer und überall billigen Strom, die dafür notwendige Infrastruktur, aber bitte nicht vor seiner/ihrer Haustüre, ist nichts wirklich Neues.

Was mir aufgefallen ist: Dieser Krimi ist nach demselben Strickmuster wie „Martensen und das stille Wasser“ verfasst. Lediglich die Schauplätze, die Akteure und das Objekt der Begierde sind verändert. Was ich beim Wasser noch fesselnd erschienen ist, finde ich beim aktuellen Krimi rund um die Windkraft nicht mehr so spannend, sondern stellenweise eher vorhersehbar. Es scheint, als wäre der Reiz eines für mich neuen Autors verflogen.

Dass Ernest Nybørg auch Drehbuchautor ist, kann er hier nicht leugnen. Bei seinen Beschreibungen von Örtlichkeit entstehen recht bald Bilder im Kopf, die wie schon oben erwähnt, der Spannung ein wenig abträglich sind. Diesen Stoff kann ich mir als Film sehr gut vorstellen. Als Buch hat mich dieser Krimi leider nicht überzeugt. Daher gibt es diesmal nur 3 Sterne.




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