Buchbesprechung/Rezension:

Agatha Christie: Das fehlende Glied in der Kette
Ein Fall für Hercule Poirot (1)

Das fehlende Glied in der Kette
verfasst am 22.03.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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Es ist der Krimi, der für zwei berühmte Persönlichkeiten den Start in eine Weltkarriere bedeutete: Agatha Christie und Hercule Poirot.

Christie schrieb diesen Roman im Jahr 1916, mitten im 1. Weltkrieg, erstmals veröffentlicht wurde er erst fünf Jahre später, im Jahr 1920 in den USA. Das erklärt, warum immer wieder Verweise auf die Lebensumstände in England zu dieser Zeit nachzulesen sind. Bemerkenswert übrigens, wie deutlich dabei wird, dass der Erste Weltkrieg beim weitem weniger Nachhall im Königreich erzeugt, als wenige Jahrzehnte später der 2. Weltkrieg mit Bomben- und Raketengriffe, die bis weit hinein ins Land Tod und Zerstörung brachten. 

Hercule Poirot ist mit belgischen Landsleuten in der Nähe von Gut Styles einquartiert. Die Gruppe fand Asyl in England, nachdem Belgien zum Schlachtfeld geworden war. Was liegt also näher, als den Detektiv um seine Mithilfe zu bitten, als die Herrin des Gutes, Mrs. Emily Inglethorp, ermordet wird. 

Die Idee, Poirot zu engagieren, hatte Lieutenant Arthur Hastings, der sich nach einer Verwundung für einige Zeit auf dem Gut aufhält. Auch Hastings wird in späteren Romanen wieder dabei sein. Und auch Inspector Japp von Scotland Yard beteiligt sich an der Ermittlung. 

Gleich in diesem ersten Fall für Poirot bringt Agatha Christie das meiste von dem ein, was den Meisterdetektiv ausmacht: seine Liebe für die Details, sein Interesse für vermeintliche Nebensächlichkeiten, seine Geheimniskrämerei bis zum finalen Showdown, die er selbst gegenüber seinen Freunden nicht aufgibt.

Mehrmals ändert sich die Richtung der Ermittlung, jedenfalls für alle, die nicht Poirot heißen. Dabei hätten alle nur genau auf das hören sollen, was er sagt. Dann hätte man sich einige Spekulationen in falsche Richtungen sparen können.

So entwickelt sich alles zu einer Auflösung hin, die nicht nur für Hastings und Japp, sondern wahrscheinlich auch für die meisten Leserinnen und Leser überraschend ist. Überraschend zwar, aber keineswegs unlogisch, sondern im Gegenteil, lässt man alles Revue passieren, völlig eindeutig.

Ein großartiger Beginn einer großartigen Schriftstellerin!




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