Buchbesprechung/Rezension:

Michael Crichton: Andromeda

Andromeda
verfasst am 05.01.2026 | 1 Kommentar

Autorin/Autor:
Genre:
Buchbesprechung verfasst von:
LiteraturBlog Bewertung:

Online bestellen:   zum Thalia online-Shop
Schon selbst gelesen? Gib hier Deine Bewertung zum Buch ab!
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Im Jahr 1969 waren die Menschen noch nicht sehr weit ins Weltall vorgestoßen. Kein Wunder, dass man spekulierte, ob und wie schnell und vor allem in welcher Distanz man auf außerirdisches Leben stoßen würde.

Ob es Wunschvorstellung oder Angst vor dem Unbekannten ist: in den 1960er lieferte die Raumfahrt nicht nur spektakuläre Nachrichten, sondern auch genug Stoff für Fantasien über das, was uns dort draußen erwarten könnte.

Apollo 11 landete in diesem Jahr auf dem Mond und Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Erdtrabanten. Als erster Mensch, das wusste man, aber als erstes Lebewesen? Wem oder was würde man da draußen begegnen?

Alle diese Eindrücke greift Crichton sehr gekonnt auf. Dabei müssen es nicht gleich Aliens in Raumschiffen sein,  viel unheimlicher und noch gefährlicher sind kleine Organismen, die sich in einem Raumfahrzeug  einnisten, der zur Erde zurückkehrt.

Das ist die Ausgangslage, als ein Satellit in einem kleinen Nest irgendwo in Arizona abstürzt. Die beiden Soldaten, die den Satelliten bergen sollen, sind über Funkleitung mit der Zentrale verbunden; deshalb bekommt der Einsatzleiter direkt mit, was geschieht: zuerst finden die Männer überall Tote auf den Straßen, dann begegnet ihnen ein einzelner, verwirrter Mann und dann …. nichts mehr. in den Lautsprecher iist nur noch das Geräusch des laufenden Motors zu hören.

Der verantwortliche Major handelt schnell und aktiviert „Wildfire“ ein lange vorbereitetes Programm. Es wurde für den Fall entwickelt, dass eine außerirdische Lebensform auf der Erde gefunden wird. Schon wenig später werden die dafür ausgesuchten Wissenschaftler abgeholt und in ein höchst geheimes unterirdisches Labor gebracht. Dorthin wurden auch schon die Überreste des Satelliten transportiert; es dauert nicht lange, bis darauf tatsächlich eine völlig unbekannte Lebensform entdeckt wird.

Die Story ist im Stil eines Tatsachenberichts verfasst, mit Gesprächsnotizen, Analysen, Chroniken – so ziemlich alles, was man auch in einen nachträglich erstellten Report schreiben würde.

Liest man den Roman im Jahr 2025, dann ist vor allem die im Roman beschriebene Technik des Jahres 1969 besonders auffällig.

Wie viel sich technisch in den 55 Jahren seit der Veröffentlichung des Romanes entwickelt hat, merkt man, wenn Crichton von neuesten Errungenschaften schreibt. Funkgeräte, Fernschreiber, stundenlange Verarbeitungszeiten bei den Computern – was damals modernste Geräte waren, findet man heute gerade noch in einem technischen Museum.

Aber zumindest sind hier sind nicht ganz so antiquarische Geräte im Einsatz wie beispielsweise in der legendären TV-Serie Raumpatrouille Orion, die nur drei Jahre vor der Veröffentlichung dieses Buches erstmals ausgestrahlt wurde (und auch wieder aussieht, als wären in diese drei Jahren ein paar Jahrzehnte vergangen).

Was heute gar nicht amüsant, sondern vielmehr sehr verstörend ist, ist die Beschreibung der Tierversuche mit Ratten und Affen, die im Roman wie selbstverständlich als Teil der Arbeit im Labor bei den Experimenten getötet werden.

„Andromeda“ ist eine Mischung aus Science Fiction und Wissenschaftsthriller und auch ein wneig Horror ist mit dabei. Das Buch wurde im Jahr 1971 verfilmt und kam bei uns unter dem Titel „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ in die Kinos.

Crichton hat mit „Andromeda“ einen von der ersten Seite an spannenden Katastrophenroman geschrieben, der über weite Strecken wohl sehr realistisch das abbildet, was man sich im Jahr 1969 als Szenario eines Erstkontaktes mit einer außerirdischen Lebensform vorstellte.

Bei dieser Story ist es eben kein intelligentes Leben, dem wir begegnen, sondern etwas, das die ganze Menschheit bedroht.




Ein Kommentar

  • Norbert Fiks sagt:

    Im Jahr 2026 ist die Menschheit nicht viel weiter ins Weltall vorgedrungen als 1969. Wir wissen nur viel mehr darüber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Top