Buchbesprechung/Rezension:

Tara Haigh: Die Klänge der Freiheit


verfasst am 01.12.2021 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Haigh, Tara, Liebesromane
LiteraturBlog Bewertung:

Über die Autorin:
Tara Haigh ist das Pseudonym der Autorin Tessa Hennig. Sie schreibt seit vielen Jahren Liebesgeschichten und Drehbücher für TV-Unterhaltungsfilme. Auf ihrer Website  www.tessa-hennig.de findet man eine Übersicht all ihrer Romane, Hörbücher, Verfilmungen und Kurzgeschichten.

Über das Buch:
Nürnberg, 30. März 1943: Inge, 21 Jahre alt, hat gerade die Ausbildung zur DRK-Schwester absolviert. Sie spielt Geige, träumt von Tunesien, der Wüste, 1001er Nacht, den Berberstämmen und hofft als DRK-Schwester nach Afrika versetzt zu werden.

Ihr erster Einsatz führt sie jedoch an die Ostfront, wo sie die Grausamkeiten des Krieges und den 31-jährigen deutschen Wehrmachtsoffizier Preuss kennenlernt. Preuss, der aus einem strengen und kaisertreuen Elternhaus kommt, wollte ursprünglich mit Kunst handeln, träumte von einer Karriere als Galerist oder Museumsdirektor.

Die beiden reisen nach Italien, wo sie in Cassino ein Lazarett gründen. Beim Ausleeren eines Eimers mit Schmutzwasser beobachtet Inge Lorenzo, einen jungen Italiener. Er kämpft mit seinem störrischen Esel, der sich nicht mehr vorwärts bewegen wollte. Lorenzo gefällt ihr: „Hübsches Gesicht, lockiges dunkles Haar, das sich unter einer Schirmmütze abzeichnete. Und wie kräftig gebaut er war! … So dunkel gebräunte Haut hatte Inge an einem Kerl noch nie gesehen.

Als sie über seine Flüche lacht, wird er auf sie aufmerksam.
Die beiden lernen sich kennen und im Laufe der Geschichte entwickelt sich zwischen den drei Hauptfiguren ein Dreiecks-Liebes-Wirrwarr mitten im Zweiten Weltkrieg. Das Buch endet mit einem Heiratsantrag und dem Epilog, der zeitlich einige Jahre später angesiedelt ist.

Mein Fazit:
Ich lese unheimlich gerne, aber der Schreibstil und die Wortwahl dieses Buches waren für mich einfach nur eine Qual. Sie trafen so gar nicht meinen Geschmack. Ich kann mit Formulierungen in der Art von „Ein Lockruf Ihres Herzens, dem sie aber nicht folgen durfte.“ oder als sie Lorenzos Hand untersucht: „…doch kaum berührt, spürte sie angenehme Wärme … Sie sorgte für ein Kribbeln, das Inges ganzen Körper erfasste, als ob sanft Strom durch sie fließen würde.“ einfach nichts anfangen.

Ich habe sehr darunter gelitten, dass es sich bei Inge um einen so naiven Charakter handelt. Emotionen wurden für meinen Geschmack viel zu ausführlich erklärt. Ich kann mir gut vorstellen, wie es ist, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wenn man mir das eine Seite lang schildert, fühle ich mich als Leser gering geschätzt.

Das ganze Buch liest sich, abgesehen von den unschönen Kriegsbeschreibungen, wie der Liedtext eines Schlagerliebesliedes. Ich kann Schlagermusik einfach nicht ausstehen!

Die Welt ist bunt und vielfältig. Es gibt sicher viele Leser, denen das Buch sehr gut gefällt. Für mich war das Lesen leider kein Genuss.




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