Rafelsberger, Marcus: Menschenteufel

verfasst am 17.08.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Rafelsberger, Marcus

Diesmal muss ich mit meinem Fazit beginnen: ein Krimi, der mir manchmal fast einen Atemstillstand verschaffte!!! Genialer und spannender Plot, authentische Charaktere, skurrile Morde, die die Wiener Polizei beschäftigen, Themen wie Ausländerfeindlichkeit und Mobbing, und all das in diesem gelungenen Werk des Autors!

Oberinspektor Laurenz Freund, bekommt eine MMS von seinem Kollegen. Diese raubt ihm kurz den Atem. Das Bild stellt eine Kreatur dar, halb Mensch, halb Ziegenbock. Und diese Leiche steht im Wiener Prater!Erstmals den Leichnam in echt sehend, wird ihm ziemlich übel. Er ist trotz langer Karriere nicht abgebrüht. Der Oberkörper eines alten Mannes und der Unterkörper eines Ziegenbockes wurden zu einem „Teil“ fachmännisch zusammengenäht. Auf dem Kopf die Hörner des toten Tieres. Die Hölle ist los! Doch der Mörder schlägt nicht nur einmal zu.

Die Ermittlungen laufen unter dem Code „Baal“, eine alte Bezeichnung für den Teufel.

Der Polizeipräsident Pepe höchstpersönlich beauftragt Freund mit der Leitung der Soko. Dabei hat Freund eigentlich gar keine Zeit, er muss sich doch um seinen an Alzheimer erkrankten und bei seiner Familie lebenden Vater kümmern. Lorenz Freunds Frau hat der hausinternen Pflege nur zugestimmt, wenn er sich selbst um seinen Vater kümmert. Daraus ergibt sich nicht nur einmal ein Dilemma.

Zeitgleich ermittelt Lia Petzold in einem Mordversuch an einem Schwarzafrikaner. Für ihren Chef, Oberinspektor Pribil, ist der Halbtote „nur“ ein Neger, auf dessen Brust der Begriff „Terror“ mit einem Messer eingeritzt ist. Petzold ist eine ehrgeizige Ermittlerin und kommt bald dahinter, dass der Soziologe Colin Short etwas anderes sucht, als Plätze für terroristische Anschläge.

Bald kreuzen sich Petzold und Freund in ihren Ermittlungswegen. Es gibt einen gemeinsamen Adressaten der jeweiligen Interessen der beiden. Gerwald Köstner. Die Aufklärungsarbeit führt Petzold und Freund in die Vergangenheit und ein finsteres Kapitel eines Wiener Kinderheimes wird aufgeschlagen.


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