Lemark, Joseph: Tödliche Liebe

verfasst am 10.04.2010 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Lemark, Joseph

Auch in  Linz wird gestorben. Ein Mord, in dem Major Vierziger ermittelt. Er hat eine Katze die auf den Namen „Frau Schmidt“ hört (oder auch nicht hört). In der Aufklärung einer dubiosen Geschichte um Mord, Drogenschmuggel, Erpressung und Pädophilie wird Major Vierziger von seines neues Kollegin Gaby Glück unterstützt. Diese scheint auch nicht gerade auf den Mund gefallen zu sein und besitzt außerdem eine wahre Kombinationsgabe.

In Linzer Hafen liegt das Party-Schiff von Frau Habringer. Nach einer arbeitsintensiven Nacht findet sie eine ermordete Vietnamesin in ihrer Mülltonne. Der Pathologe Dr. Liebmayr, der die strangulierte Frau obduziert, findet in der bereits arg in Mitleidenschaft gezogenen Nase Hinweise auf langjährigen Kokainkonsum.

Linh Phung verdiente sich ihr Geld nicht nur als Kellnerin im Party-Schiff, sondern auch als Prostituierte. Im Zuge seiner Ermittlungen findet Vierziger auf ihren Kontoauszügen auch ein saftiges Einkommen sowie Buchungszeilen über monatliche Überweisungen in Höhe von Euro 700,–. Absender dieser Geldsumme ist eine Briefkastenfirma in Luxemburg.

Neben der Untersuchung des Mordes wird Major Vierziger auch dazu verdonnert, Recherchen über einen Verkehrsunfall an der tschechischen Grenze anzustellen. An der Unfallstelle findet er ein leeres Briefchen, in dem sich ursprünglich Crystal-Meth befunden hat. Auf dem Schiff gibt es diese Drogen in großen Mengen, in Säckchen, die sich kaum von Zuckersäckchen, wie in Kaffeehäusern zum Kaffee serviert, unterscheiden.

Die Chefin des Schiffrestaurants, Frau Habringer und die Leiterin der K&K-Personalleasingfirma Baumgartner, beide früher ein Paar, scheinen ebenso wie der Stadtrat Schuhmann in diese Affären rund um Drogenschmuggel, Mord und Korruption, bis hin zur Pädophilie involviert zu sein. Vierziger und seine Kollegin schaffen es, die Täter und Täterinnen zu überführen. Allerdings darf natürlich die Politik nicht angeschmutzt werden, und so verschwinden die Fotos der missbrauchten Jungen mit ihrem Peiniger, und auch in den Tageszeiten findet sich kein „Sterbens“Wörtchen.

Fazit: die ersten 100 Seiten waren etwas langweilig zu lesen. Dann dürfte der Autor in Schwung gekommen sein, er hat Humor in die Handlung eingepackt und die Charaktere der Protagonisten geschärft. Allerdings ein bisschen zu dick aufgetragen in dem Sinne, dass viele Delikte, gleich mehrere Kapitalverbrechen auf einen Schlag abgehandelt werden.



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